Thüringen

Chef der Jüdischen Gemeinden: erhöhte Anschlagsgefahr für Juden

Reinhard Schramm, Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen Foto: IMAGO/ari

Die Jüdische Landesgemeinde Thüringen sieht nach dem Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel eine gewachsene Bedrohung für Juden in Deutschland. In einem am Sonntag in Erfurt veröffentlichten Brief an die Mitglieder schreibt der Vorsitzende der Landesgemeinde, Reinhard Schramm, »mit dem Krieg hat sich für uns Juden in Deutschland die Gefahr von Anschlägen erhöht«. Dabei verwies er auf Ausschreitungen muslimischer Antisemiten in Deutschland in vorangegangenen Jahren.

Schramm betonte, die Bundesregierung habe am Wochenende erhöhten Schutz für jüdische und israelische Einrichtungen angeordnet. Er habe in Thüringen mit dem Innenministerium Gespräche geführt. »Wir können - so bin ich überzeugt - auf das Engagement der Sicherheitsorgane für unseren Schutz vertrauen«, schreibt Schramm.

Er betonte, es bestehe die Gefahr, »dass der Krieg sich auf alle Grenzgebiete und die Städte in Israel ausdehnt«. Ein »weiter wachsendes Vorgehen des Irans gegen Israel« sei wahrscheinlich.

Politik

Aus ihren Leben

Die Ausstellung »An eine Zukunft glauben ...« stellt jüdische Biografien der parlamentarischen Gründergeneration vor

von Katrin Richter  30.01.2026

München

Brandstifter von jüdischem Altenheim 1970 womöglich ermittelt  

56 Jahre nach einem Anschlag auf ein jüdisches Altenheim in München verdächtigen Ermittler nun einen schon verstorbenen Neonazi. Was sie auf dessen Spur führte

von Hannah Krewer  30.01.2026

Interview

»In eine Synagoge bin ich das erste Mal in Deutschland gegangen«

Ab den 90er-Jahren fingen viele sowjetische Juden in Deutschland noch einmal von vorn an. Sind sie angekommen? Ein Gespräch über Flüchtlingsheime, nicht anerkannte Diplome und die Wiederentdeckung jüdischer Traditionen

von Mascha Malburg  29.01.2026

Meinung

Die Täter müssen sich schämen

Ein Missbrauchsskandal erschüttert derzeit die jüdische Gemeinschaft Deutschlands. Wer solche Taten besser verhindern will, muss Betroffene in die Lage versetzen, angstfrei über ihre schrecklichen Erfahrungen sprechen zu können

von Daniela Fabian  29.01.2026

Urteil

Fristlose Kündigung eines Rabbiners bestätigt

Die Jüdische Gemeinde Berlin hatte im Sommer 2023 einem Rabbiner wegen sexueller Übergriffigkeit fristlos gekündigt. Eine Klage des Mannes dagegen wurde jetzt auch in zweiter Instanz zurückgewiesen

 29.01.2026

Holocaust-Gedenktag

»Mama, wo sind all die Menschen?«

Tova Friedman sprach im Deutschen Bundestag über ihre Deportation nach Auschwitz, das Grauen im KZ und darüber, was das Überleben mit ihr gemacht hat. Wir dokumentieren ihre Rede

von Tova Friedman  28.01.2026

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 29. Januar bis zum 5. Februar

 28.01.2026

Meinung

Was würden Saba und Safta sagen?

Sie würden uns zurufen: »Wehrt euch gegen diesen Hass! Schließt euch mit denen zusammen, die in Deutschland bisher schweigen, aber dennoch die Mehrheit darstellen«

von Avitall Gerstetter  28.01.2026

Berlin

Feuer im Jüdischen Krankenhaus: Kein antisemitisches Motiv

In der Nacht kommt es zu einem Feueralarm. Ein Patient steht im Verdacht, einen Brand verursacht zu haben. Viele Details sind weiterhin unklar

 28.01.2026 Aktualisiert