Marzahn

Berliner Pflanzen

In »Nachbars Garten« zu schauen und dabei noch etwas über Religion, Ethik und Kultur zu lernen, das ist seit Dienstag in der Marzahner Parkanlage »Gärten der Welt« möglich. Denn mit Eröffnung des »Jüdischen Gartens« und dem schon existierenden Christlichen und Orientalischen Garten sind nun die drei großen monotheistischen Religionen komplett.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Der Jüdische Garten soll aus einem Wegenetz mit kleinen Flächen bestehen. Pflanzen, die zur Geschichte der Berliner Juden gehören, werden dort blühen. Auch Weizen, Wein und Feigen, die zu den sieben Arten des Tanach gehören, sollen die Besucher erfreuen.

FREUDE »Die Gärten der Welt in Berlin-Marzahn stehen für kulturelle und religiöse Vielfalt. Ich freue mich sehr, dass mit dem Jüdischen Garten diese Vielfalt erweitert wurde und die drei monotheistischen Weltreligionen hier nun komplett sind«, sagte Daniel Botmann, Geschäftsführer des Zentralrats der Juden, zur Eröffnung am Dienstag. Er wünsche den Besucherinnen und Besuchern vor allem »entdeckungsreiche Erkundungen« und »eine erholsame Zeit in den Gärten«.

»Ich freue mich sehr, dass mit dem Jüdischen Garten die drei monotheistischen Weltreligionen hier nun komplett sind.«

Daniel Botmann, Geschäftsführer des Zentralrats der Juden

Dass das Judentum durch den Garten auf einem »anderen als dem konventionellen Wege« kennengelernt werden könne, darüber freut sich die Jüdische Gemeinde zu Berlin: »Das Judentum hat eine sehr lange Tradition der Achtsamkeit und des Schutzes gegenüber der Natur.« Der Jüdische Garten als Teil der Gärten der Welt spiegele diese Tradition wider.

EINZIGARTIG Für die Berliner Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, war die Verwirklichung des Jüdischen Gartens ein »Herzensanliegen des Landes Berlin«. Entstanden sei so »etwas Einzigartiges«. »Der Garten unterstreicht die Bedeutung des jüdischen Lebens in Berlin. Jüdische Kultur gehört zum Kernbestand des Berliner Stadtlebens – und von nun an gehört auch der Jüdische Garten dazu«, betonte die Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen.

Als verbindendes Element, so Christoph Schmidt, Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH, vervollständige der Jüdische Garten »offen und einladend das Kernelement der Gärten der Welt – den Dialog von Kulturen und Religionen«. Am Sonntag sind unter dem Motto »Feige, Granatapfel & Co« zwei kostenlose interaktive Führungen durch die Pflanzen des Jüdischen Gartens geplant. Interessierte können sich online anmelden. ja

Weitere Informationen zu Anfahrt und Öffnungszeiten finden Sie unter
www.gaertenderwelt.de

Block-Prozess

Verteidiger: Ermittlungen zum Fall Block waren zu einseitig

Die Chefermittlerin im Fall Block hat ihre Zeugenbefragung abgeschlossen. Nur einer, ein 37-Jähriger aus Israel, hat die Vorwürfe eingeräumt

 19.08.2026

Aktion

»Kunst, Gedichte, gute Wünsche«

Die Juristin Katya Assaf-Zakharov über das Projekt »Du bist am Zug«, Teilhabe und persönliche Botschaften im Stadtbild von Berlin

von Christine Schmitt  19.08.2026

Programm

Ein Moped-Gottesdienst, Kaffee, Kuchen und ein Zirkus-Koffer in Frankfurt: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 20. August bis zum 27. August

 19.08.2026

Berlin/München

Knobloch über AfD und NSDAP: »Vergleichen sollte man«

Die AfD bekommt Zulauf wie nie zuvor. Die ehemalige Präsidentin des Zentralrates der Juden fühlt sich an dunkle Zeiten erinnert

 19.08.2026

Anoha

Mit allen Sinnen

Im Museum erleben Kinder die Geschichte der Arche Noah spielerisch – und lernen dabei etwas über Vielfalt, Respekt und ein gutes Miteinander

von Alicia Rust  18.08.2026

Berlin

Gedenkzeichen für erste Rabbinerin der Welt

Regina Jonas wurde 1942 in das KZ Theresienstadt verschleppt und 1944 in Auschwitz-Birkenau ermordet. Ende August wird ihrer mit einem Gedenkzeichen gedacht

 18.08.2026

Gespräch

Albrecht-Weinberg-Gefährtin: Erinnerung an Holocaust darf nicht enden

Im Mai starb der Holocaust-Überlebende Albrecht Weinberg. Gerda Dänekas war bis zum Schluss an seiner Seite, Pflegerin und engste Freundin. Im Interview spricht sie über das Vermächtnis eines der letzten Zeitzeugen und einen Film über ihn - und sie

von Karen Miether  18.08.2026

Orthodoxie

»Koschere Haare sind teuer«

Chaya Chapoval über steigende Scheitelpreise, die Arbeit hinter einer Perücke und Rabbiner-geprüfte Haarteile

von Mascha Malburg  17.08.2026

Freiburg

Geschichten eines Onkels

Aviva Rabinovich recherchierte das Schicksal ihres Verwandten Konrad Goldmann – und widmet ihm zusammen mit dem Regisseur Nathan Lifschitz einen Dokumentarfilm

von Anja Bochtler  17.08.2026