Rabbinerausbildung

Levinson-Stiftung als Institut an der Uni Potsdam anerkannt

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: Gregor Matthias Zielke

Die Nathan-Peter-Levinson-Stiftung des Zentralrats der Juden in Deutschland ist jetzt ein offizielles sogenanntes An-Institut der Universität Potsdam. Damit sei in Deutschland ein neuer Meilenstein bei der Ausbildung von Rabbinerinnen und Rabbinern sowie Kantorinnen und Kantoren der liberalen und konservativen Strömungen des Judentums erreicht, teilten die Stiftung, das brandenburgische Kulturministerium und die Universität am Dienstag mit. An-Institute kooperieren mit Hochschulen, sind jedoch rechtlich selbstständig.

Die Stiftung war 2024 nach Konflikten mit den bereits bestehenden jüdischen Ausbildungsseminaren an der Universität gegründet worden. Das bereits 1999 gegründete liberale Rabbinerseminar Abraham-Geiger-Kolleg ist ebenfalls ein An-Institut der Universität und wird seit 2023 in Trägerschaft der Jüdischen Gemeinde zu Berlin geführt.

Die Vereinbarung zur Anerkennung der Stiftung als An-Institut sei am Dienstagabend feierlich unterzeichnet worden, hieß es. Damit werde die institutionelle Zusammenarbeit vertieft. Zur Stiftung gehören das Abraham-Heschel-Seminar für konservative Rabbinerausbildung, das Regina-Jonas-Seminar für liberale Rabbinerausbildung und das Louis-Lewandowski-Seminar zur Kantorenausbildung.

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Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland und Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung, Josef Schuster, sagte: »Die Zukunft des Judentums in Deutschland hängt wesentlich von den Menschen ab, die als Rabbinerinnen, Rabbiner, Kantorinnen und Kantoren Verantwortung in unseren Gemeinden übernehmen. Deshalb ist die Ausbildung geistlichen Personals von zentraler Bedeutung.«

Besonders freue es ihn, so Schuster, dass diese Aufgabe mit dem Namen Nathan Peter Levinsons verbunden sei, eines »bedeutenden Rabbiners und Wegbereiters des jüdischen Lebens in Deutschland nach der Schoa, dem der Zentralrat der Juden, als Stifter und ich persönlich tief verbunden sind.«

Universitätspräsident Oliver Günther erklärte, die Anerkennung als An-Institut sei Ausdruck des Vertrauens und der gemeinsamen Perspektive. Auch Brandenburgs Staatssekretär für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Tobias Dünow (SPD), würdigt die Entwicklung: »Die vertrauensvolle Zusammenarbeit aller beteiligten Partner hat dieses anspruchsvolle Vorhaben möglich gemacht. Es ist ein wichtiges Signal für Brandenburg als Wissenschaftsstandort und für das jüdische Leben in Deutschland, dass die Nathan-Peter-Levinson-Stiftung in Potsdam und Brandenburg ihr zuhause gefunden hat.« ja

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