Rosch Haschana

Jahr der Einheit

Foto: Getty Images

Die Herausforderungen des neuen Jahres hängen oft mit dem zusammen, was wir in den vergangenen Jahren erlebt haben. Jedes Jahr ist ein weiterer Baustein auf dem Weg ins nächste Jahr. Manchmal haben wir das Gefühl, das vergangene Jahr hätte uns – G’tt bewahre – zurückgeworfen. Gerade über das Jahr 5686, in dem wir Wunder und Großartiges wie die Befreiung der Entführten erlebt haben, kann man das jedoch nicht sagen. Es war eine bewegende und einzigartige Zeit. Leider hat der Krieg mit dem Iran gleichzeitig die Bevölkerung in Israel und die jüdische Welt insgesamt schwer belastet.

Und nun stehen wir am Ende des alten Jahres und vor dem neuen Jahr, und in unseren Herzen tragen wir ein wichtiges Gebet – ein Gebet für die Einheit Israels. Wie schnell geraten doch die Zeiten der Liebe und Brüderlichkeit in Vergessenheit. So schnell kehren wir zu Streitigkeiten zurück, die uns nicht zur Ehre gereichen. Schade. Mit Blick auf das neue Jahr wünschen wir uns allen ein Jahr der Einheit.

All dies ist nicht einfach, da in Israel sehr wichtige Wahlen bevorstehen.

All dies ist nicht einfach, da in Israel sehr wichtige Wahlen bevorstehen. Ohne eine politische Meinung zu äußern – wir alle möchten weiterhin einen starken Staat Israel sehen. Wir alle wünschen uns eine starke Wirtschaft, eine erfolgreiche Schulbildung und hervorragende Leistungen an den Universitäten, in der Wissenschaft und in den Jeschiwot, großen Erfolg in Technologie und Entwicklung, bei Start-ups und in allen Lebensbereichen. All dies werden wir erreichen, wenn wir uns gegenseitig stärken und einander Respekt entgegenbringen.

Die Kinder, die Jugendlichen – sie alle blicken zu den Erwachsenen auf und erwarten von ihnen, dass sie Vorbilder sind und ihnen persönlich ein Beispiel für eine richtige Lebensweise geben. Lasst uns alle für den Erfolg des Volkes Israel und des Staates Israel beten und für ein gutes und süßes neues Jahr! Ein Jahr des Friedens, der Liebe und der Brüderlichkeit!

Der Autor ist Vorstandsmitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland (ORD) und Gemeinderabbiner in Frankfurt/Main.

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