Berlin

Zwischen den Stelen

Berlin im Ausnahmezustand: Seit Dienstagabend ist der amerikanische Präsident Barack Obama mit seiner Frau Michelle und den beiden Töchtern Sasha und Malia in Berlin. Barack Obama absolviert am Mittwoch das offizielle Programm: Gespräch im Schloss Bellevue, Rede vor dem Brandenburger Tor, Dinner im Schloss Charlottenburg.

Für Michelle Obama begann der Tag mit einem Besuch des Holocaust-Mahnmals. Gemeinsam mit Auma Obama, der Halbschwester des Präsidenten, ging es durch das Stelenfeld. Das Mahnmal, das den ganzen Tag über wegen der Rede des Präsidenten vor dem Brandenburger Tor geschlossen blieb, war menschenleer. Der Direktor der Stiftung Denkmal, Uwe Neumärker, führte die First Lady durch das Stelenfeld.

Ausstrahlung »Michelle Obama und ihre Töchter waren sehr interessiert, überaus freundlich und haben viele Fragen gestellt«, sagte Neumärker der Jüdischen Allgemeinen über das Treffen. Beeindruckt habe ihn die Ausstrahlung und Bodenständigkeit der Präsidentengattin.

Nach dem Rundgang hätten sie sich über das Mahnmal sowie über »Fragen zu Ost und West« unterhalten, erzählte er. Dabei habe Michelle Obama ihm eines versprochen: sich auch den Ort der Information anzusehen – wenn sie das nächste Mal wieder in Berlin ist.

Israelfeindliche Politikerin

Berliner Linke fordert Vanessa Emde zum Mandatsverzicht auf

Nach Wochen der Diskussion über den Umgang mit der direkt gewählten Abgeordneten, scheint die Parteispitze nun durchgreifen zu wollen

 06.11.2026

Vorwurf der Kampagne

Eklat um Claudia Roth: Nun reagiert der Zentralrat

Die Grünen-Politikerin bereut es, israelfeindliche Regisseure auf der Berlinale kritisiert zu haben und sieht die Schuld dafür beim Zentralrat der Juden

 06.11.2026

Berlin

Gregor Gysi für Rauswurf von Vanessa Emde

»Ich hoffe, dass wir sie ausschließen«, sagt Gysi über die wegen israelfeindlicher Aussagen umstrittene Abgeordnete

 06.11.2026

Bayern

Charlotte Knobloch wünscht sich Ilse Aigner als Bundespräsidentin

Die bayerische Landtagspräsidentin »lebt mit den Menschen, nicht über ihnen«, so Knobloch

 06.11.2026

USA

Trump will bald Entscheidung zum Iran-Krieg verkünden

Nach der Wahlniederlage seiner Republikaner beschäftigt sich US-Präsident Trump mit der Frage, ob er den Krieg mit dem Iran wiederaufnehmen soll. Die Bemühungen der Vermittler laufen auf Hochtouren

 06.11.2026

Berlin

Emde erschien mit radikaler Anti-Israel-Aktivistin zur Fraktionssitzung

Während die Linke weiter um den Umgang mit der Neuköllner Abgeordneten ringt, provozierte diese erneut

 05.11.2026

Interview

Kann Israel ohne Amerikas Waffen bestehen?

Der Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold erklärt, was ein Ende der US-Militärhilfe für Israels Sicherheit bedeuten würde und wie sich das Verhältnis zu Washington in Zukunft entwickeln könnte

von Sabine Brandes  05.11.2026

Hintergrund

Claudia Roth und der »unfassbare Druck vom Zentralrat«

Die Ex-Kulturstaatsministerin bezeichnet es als »totalen Fehler«, auf der Berlinale Regisseure wegen ihrer israelfeindlichen Aussagen kritisiert zu haben und sucht dafür die Schuld beim Zentralrat der Juden

von Michael Thaidigsmann  05.11.2026

Frankfurt am Main

Trotz Warnungen der jüdischen Gemeinde: Comedian tritt in Frankfurt auf

Trotz Forderungen aus der Stadtgesellschaft, den Auftritt abzusagen, bespielt der neurechte Satiriker Nikolai Binner am Freitag einen Saal in einer städtischen Liegenschaft

 05.11.2026