Transatlantischer Streit

Zoff um Iran-Krieg: EU warnt Trump vor Embargo gegen Spanien

Eine Boeing KC-135 Stratotanker der US-Luftwaffe im Jahr 2024 auf der südspanischen Luftwaffenbasis Morón. Foto: picture alliance / REUTERS

Die EU hat US-Präsident Donald Trump davor gewarnt, Spanien wegen mangelnder Unterstützung für den Iran-Krieg mit einem Handelsembargo zu belegen.

»Wir stehen in voller Solidarität mit allen Mitgliedstaaten und ihren Bürgerinnen und Bürgern und sind im Rahmen unserer gemeinsamen Handelspolitik bereit zu handeln, falls dies erforderlich ist, um die Interessen der EU zu wahren«, sagte ein Sprecher der EU-Kommission von Ursula von der Leyen. Man erwarte, dass sich die Vereinigten Staaten an die im vergangenen Jahr vereinbarten Handelsabsprachen hielten.

EU-Ratspräsident António Costa teilte nach einem Gespräch mit dem spanischen Regierungschef Pedro Sánchez mit, die EU werde sicherstellen, dass die Interessen ihrer Mitgliedstaaten vollumfänglich geschützt würden. Man bekräftige das unerschütterliche Engagement für die Prinzipien des Völkerrechts und die auf Regeln basierende Ordnung überall auf der Welt.

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Trump hatte am Dienstag bei einem Pressetermin zum Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz im Weißen Haus gesagt: »Wir werden jeglichen Handel mit Spanien einstellen. Wir wollen nichts mit Spanien zu tun haben.«

Er begründete den Schritt damit, dass Spanien den USA untersagt habe, Militärstützpunkte für den Krieg gegen den Iran zu nutzen. Die Regierung in Madrid begründet ihr Vorgehen damit, dass der Krieg aus ihrer Sicht völkerrechtswidrig sei.

Sollte Trump wirklich ein Embargo gegen Spanien verhängen, könnte die EU ihr Instrument gegen wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen nutzen. Dieses könnte es ermöglichen, US-Unternehmen von der Vergabe öffentlicher Aufträge auszuschließen oder Digitalkonzerne wie Apple, Microsoft, Google, Meta mit Zusatzabgaben zu belegen. dpa

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