Miami

Antisemitischer Angriff in Starbucks-Filiale

Polizeifahrzeuge in North Miami Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

In einer Starbucks-Filiale in North Miami Beach (US-Bundesstaat Florida) ist ein Jude nach Polizeiangaben Ziel eines antisemitischen Angriffs geworden. Eine 43-jährige Frau wurde laut einem Bericht von CBS News festgenommen.

Nach Angaben der Ermittler saß das Opfer, das eine Kippa trug, am Sonntagnachmittag in dem Café, als die Verdächtige ohne erkennbaren Anlass auf ihn zuging. Zunächst soll sie den Mann angeschrien und ihn anschließend zweimal mit einem Mobiltelefon geschlagen haben.

Wenig später eskalierte die Situation erneut. Laut Polizei griff die Frau einen Metallstuhl, hob ihn an und wollte damit auf den Mann losgehen. Dabei soll sie wiederholt gerufen haben: »Ich hasse sie.« Zwei andere Kunden schritten ein, bevor der Mann mit dem Stuhl getroffen werden konnte. Einer der Zeugen brachte das Opfer in die Herrentoilette, wo es bis zum Eintreffen der Polizei in Sicherheit blieb.

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Die Kaufhauskette Target, in dessen Shopping Mall der Vorfall geschah, verurteilte den Vorfall in einer Stellungnahme. »Wir sind über diesen Vorfall zutiefst betroffen, denn die Sicherheit unserer Gäste und Mitarbeiter hat für Target oberste Priorität«, erklärte das Unternehmen. »Wir tolerieren ein solches Verhalten in unseren Geschäften nicht und arbeiten uneingeschränkt mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen.«

Der Angriff hat in der jüdischen Gemeinde Besorgnis ausgelöst. Ein anderer jüdischer Kunde, der sich einen Tag später in derselben Starbucks-Filiale aufhielt, sagte gegenüber CBS News, man wolle frei leben können. Solche Vorfälle zeigten, wie wichtig Zusammenhalt sei. »Wir müssen mehr Licht und Freundlichkeit in die Welt bringen.«

Gegen die 43-Jährige wurden Anklagen wegen schwerer Körperverletzung, schwerer Bedrohung mit einer gefährlichen Waffe sowie ordnungswidrigen Verhaltens erhoben. Bei ihrer ersten Anhörung ordnete ein Richter an, dass sie zunächst zur psychiatrischen Begutachtung in ein Krankenhaus in Hialeah eingewiesen wird. Nach Hinterlegung einer Kaution kam sie später wieder auf freien Fuß. Die Ermittlungen dauern an. im

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