London

Weiterer Brandanschlag in London - Starmer warnt den Iran

Premier Keir Starmer Foto: picture alliance / REUTERS

Premierminister Keir Starmer hat den Iran nach vermehrt antisemitischen Angriffen in Großbritannien davor gewarnt, Hass und Gewalt zu säen. Eine der Ermittlungsrichtungen sei, herauszufinden, ob ein ausländischer Staat hinter einigen dieser Angriffe stecke, sagte Starmer der Nachrichtenagentur PA zufolge. Die Botschaft laute an den Iran oder »jedes andere Land, das versuchen könnte, Gewalt, Hass oder Spaltung in der Gesellschaft zu schüren«, dass das nicht toleriert werde.

In den vergangenen Wochen und Monaten war es in Großbritannien vermehrt zu Angriffen auf jüdische Einrichtungen gekommen, meist waren es Brandanschläge. Am Dienstagmorgen wurde die Polizei zu einem Brand an einer früheren Synagoge im Londoner Bezirk Tower Hamlets gerufen. Laut Mitteilung entstand ein geringer Schaden an der Vorderseite des Gebäudes, verletzt wurde niemand.

Lesen Sie auch

In der vergangenen Woche waren zwei Juden im Viertel Golders Green von einem Mann mit einem Messer angegriffen worden. Diese Tat werteten die britischen Behörden als Terrorakt. Infolge des Angriffs war die Terrorwarnstufe im Vereinigten Königreich auf die vierte von fünf angehoben worden - das bedeutet, dass ein Anschlag in den kommenden sechs Monaten als »sehr wahrscheinlich« gilt.

Zu dem Messerangriff und auch zuvor zu einem Brandanschlag auf Krankenwagen eines jüdischen Rettungsdienstes hatte sich eine islamistische Gruppierung namens Ashab al-Jamin bekannt. Die Gruppe tauchte erstmals während des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran auf und hat sich seitdem zu mehreren Anschlägen in Europa gegen jüdische und westliche Einrichtungen bekannt.

Es ist aber unklar, ob die Gruppe tatsächlich existiert oder ob es sich um eine Inszenierung handelt. Zugleich gibt es Anzeichen auf mögliche Verbindungen zum iranischen Staat. dpa/ja

Prozess

Mutmaßlicher Block-Entführer wollte wie James Bond sein

Er war Model und Fitnesstrainer, da erhielt er ein Angebot, von dem er sich geehrt fühlte: Er solle zwei Kinder der Familie Block retten, berichtet ein Zeuge. Seine Geschichte klingt wie ein Thriller

von Stephanie Lettgen  08.07.2026

Tel Aviv/Neapel

Israelische Touristin storniert Hotel in Italien nach BDS-Nachricht

Das Hotel Decumani Hotel De Charme verschickt E-Mails, in der es heißt, es unterstütze die Kampagne ›No Room for Genocide‹ der antisemitischen BDS-Kampagne

 08.07.2026

Krieg

Trump kündigt weitere Angriffe auf Iran an

In der Nacht zum Mittwoch hat das US-Militär Ziele im Iran bombardiert. Nach Aussage von US-Präsident Trump könnten weitere Angriffe folgen

 08.07.2026

Einspruch

Die Hitze spüren

Mascha Malburg empfindet die jüngsten Temperaturrekorde als Mahnung, die Schöpfung zu bewahren

von Mascha Malburg  08.07.2026

Meinung

Das Wiener Lueger-Denkmal muss weg!

Die Performance des jüdischen Künstlers Alon Ishay hat eine neue Debatte über den Umgang der österreichischen Hauptstadt mit ihrer antisemitischen Geschichte angestoßen

von Tobias Kühn  08.07.2026

Nahost

Bericht: Neue Angriffe im Süden des Libanon

Laut libanesischen Medien flog Israels Luftwaffe erneut Angriffe auf Ziele im Süden des Landes. Nach einem Schusswechsel dort meldet die israelische Armee den Tod eines Hisbollah-Terroristen

 08.07.2026

Fußball-Weltmeisterschaft

Die Wut der Pharaonen

Ägypten sucht nach der knappen Niederlage gegen Titelverteidiger Argentinien nach Schuldigen - und Trainer Hossam Hassan spuckt beim Anblick einer Israel-Flagge aus

von Michael Thaidigsmann  08.07.2026

Ankara

Trump: Waffenruhe ist aus meiner Sicht beendet

Die jüngste Eskalation führt offenbar zum Bruch der Vereinbarung

 08.07.2026 Aktualisiert

Hamburg/Ankara

Wadephul: Iran muss jetzt endlich vernünftig verhandeln

Im dauereskalierenden Konflikt mit dem Iran betrachtet der Bundesaußenminister das Verhandlungsfenster noch nicht als geschlossen. Dafür brauche es aber klare Zugeständnisse Teherans, fordert er

 08.07.2026