Berlin

Wadephul: Direkte Gespräche zwischen USA und Iran geplant

Bundesaußenminister Johann Wadephul am Freitag mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas und seinen G7-Amtskollegen Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

In den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs gibt es nach Aussage von Außenminister Johann Wadephul Vorbereitungen für ein direktes Treffen zwischen Vertretern der USA und Irans. »Das soll wohl in der nächsten Zeit recht kurzfristig in Pakistan stattfinden«, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Vorher habe es nach seinen Informationen indirekte Kontakte gegeben. Er bezeichnete das als »erste Zeichen der Hoffnung, der Zuversicht«.

»Man hat offensichtlich schon erste Positionen schriftlich ausgetauscht über Dritte.« Weiter sagte Wadephul, er wisse nicht genau, »wer das alles fazilitiert hat«. US-Außenminister Marco Rubio werde das »vielleicht heute auch noch etwas genauer darstellen«. Es helfe aber auch gar nicht, so etwas allzu öffentlich zu diskutieren.

Wadephul trifft sich heute im französischen Vaux-de-Cernay mit den G7-Außenministern, um über einen Weg aus dem Iran-Krieg zu beraten. Auch Rubio nimmt an diesem zweiten Tag der Beratungen teil.

Vorgehensweise und Interessenlage

Wadephul bekräftigte zudem Deutschlands Offenheit für eine Absicherung des Schiffsverkehrs in der Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel nach einem Ende des Krieges. »Was wir immer gesagt haben: Wenn dieser Krieg beendet ist, dann ist Deutschland prinzipiell bereit, darüber nachzudenken, ob wir bei der Absicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus helfen können«, sagte der CDU-Politiker. »Aber da müssen wir erst einmal hinkommen.«

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Mitte März hatte Wadephul am Rande eines EU-Außenministertreffens in Brüssel den Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einem Nato-Einsatz in der Straße von Hormus während des Krieges eine Absage erteilt. Er sehe nicht, dass die Nato für die Straße von Hormus zuständig werden könnte, sagte er damals.

Bei dem jetzigen Treffen der Allianz der »Gruppe der Sieben«, zu denen neben Deutschland auch Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA gehören, wolle er besprechen, wie man zu einem Ende der Kampfhandlungen komme, sagte Wadephul. Es gehe darum, etwas über die Vorgehensweise und Interessenlage der USA zu erfahren.

»Wir werden natürlich auch unsere Interessenlage dort zur Geltung bringen«, ergänzte er. Dabei gehe es etwa um die Begrenzung wirtschaftlicher Folgen des Krieges. Als Beispiel nannte er die Erhöhung der Spritpreise. Diese werde man nicht durch gesetzliche Regelungen begrenzen können, »sondern nur dadurch, dass dieser Konflikt beigelegt wird«. dpa

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