Jerusalem

Herzog wirft Europa Unentschlossenheit im Umgang mit Iran vor

Präsident Isaac Herzog Foto: Copyright (c) Flash 90 2026

Israels Präsident Isaac Herzog hat europäischen Staaten mangelnde Entschlossenheit im Umgang mit dem Iran vorgeworfen und sie eindringlich vor den Konsequenzen gewarnt. In einem Gespräch mit Unterstützern der Organisation »StandWithUs« verteidigte er zugleich das militärische Vorgehen seines Landes.

Herzog machte deutlich, dass er die Bedrohung durch Teheran weit über den Nahen Osten hinaus sieht. »Ich denke, sie müssen verstehen, dass das, was wir tun, Europa schützt«, sagte er. Mit Blick auf das iranische Raketenprogramm fügte er hinzu: »Was seid ihr so naiv? Lest ihre Schriften, lest ihre Ideologie, und versteht: Ihr seid die Nächsten.«

Der Präsident rief europäische Regierungen zu einem entschlosseneren Kurs gegenüber dem Iran auf. »Es ist höchste Zeit, dass die Welt ihnen entgegentritt«, sagte Herzog. »Dass die Region ihnen entgegentritt, dass Europa ihnen entgegentritt und sagt: Es reicht.«

Machtwechsel in Teheran

Den Iran bezeichnete Herzog in ungewöhnlich scharfen Worten als »Schurkenstaat«. Weiter sagte er: »Sie sind ein Imperium des Bösen und ein bösartiges Regime, und es muss zerschlagen werden.«

Lesen Sie auch

Der Präsident betonte, Israel handle nicht nur im eigenen Interesse. Ziel sei es vor allem, das iranische Atomprogramm und die Entwicklung weitreichender Raketen einzudämmen. Diese stellten die größte Bedrohung für Israel dar.

Zugleich deutete er an, dass es über die offiziellen Kriegsziele hinaus weitere Überlegungen gebe. Ein Machtwechsel in Teheran sei zwar nicht offiziell ausgerufen, spiele aber im Hintergrund eine Rolle.

Veränderung im Nahen Osten

Mit Blick auf die Zeit nach dem Krieg erklärte Herzog: »Wir müssen sicherstellen, dass wir aus diesem Krieg so hervorgehen, dass wir nicht nur Respekt in der Staatengemeinschaft gewinnen, sondern auch vorankommen und so viel Gutes wie möglich tun können – einschließlich einer großen Veränderung im Nahen Osten.«

Isaac Herzog verwies zudem auf mögliche politische Verschiebungen im Nahen Osten. Moderate arabische Staaten könnten bereit sein, ihre Beziehungen zu Israel auszubauen. »Das sind stolze Muslime, die Frieden mit Israel erreichen wollen«, sagte er.

Auch eine Wiederaufnahme von Gesprächen mit den Palästinensern schloss Herzog nicht aus – allerdings nur unter veränderten Bedingungen. Wenn Gruppen wie die Hisbollah oder die palästinensische Terrororganisation Hamas ihren Einfluss verlören, könne sich ein neues Zeitfenster öffnen. im

Syrien

Grossi: Von Israel zerstörter Reaktor hätte atomwaffenfähiges Material produzieren können

2007 zerstörte Israel den Atomreaktor Deir ez-Zor. 19 Jahre später bestätigt Atom-Aufseher Rafael Grossi, dass die Anlage atomwaffenfähiges Material hätte produzieren können

 11.09.2026

Rosch Haschana

Israel wächst – doch immer mehr Menschen verlassen das Land

Zum jüdischen Neujahr veröffentlicht das Statistikamt neue Zahlen. Die Geburtenrate ist mehr als doppelt so hoch wie in der OECD

von Sabine Brandes  11.09.2026

Sachsen-Anhalt

Empörung über AfD-Spitzenmann Siegmund wegen Rüstungsaussage 

Siegmund: »Weil wir bei späteren Remigrations- und Abschiebeoffensive natürlich auch entsprechende Hilfsmittel brauchen«

 11.09.2026

Neujahr

Hopfen, Malz und Honig

Zu Rosch Haschana können die Israelis nun auch passendes Bier im Supermarkt kaufen. Stilecht in der blau-weißen Dose

von Sabine Brandes  11.09.2026

Tel Aviv

Magen David Adom leistet im Jahr 5786 fast 1,9 Millionen Einsätze

Besonders stark beansprucht wurde auch die Notrufzentrale 101: Mehr als zwei Millionen Anrufe gingen innerhalb eines Jahres ein

 11.09.2026

Großbritannien

Applaus für britischen Außenminister von der Hamas

Ein hochrangiger Funktionär der Terrorgruppe begrüßt die Sanktionen, mit denen das Vereinigte Königreich Israel belegt hat. Das sei ein »wichtiger Schritt in die richtige Richtung«

 11.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  11.09.2026

Kommentar

Ja, du bist gemeint!

Im Leben gibt es Menschen, die erkennen, was vor sich geht, und andere, die einfach blind den Trends folgen. Warum ich an der Seite meiner jüdischen Freunde stehe

von Boy George  11.09.2026

Tel Aviv

Nach Unfall für tot erklärt - jetzt Mutter von drei Kindern

Eine Mutter in Israel, einst nach einem schweren Verkehrsunfall schon als verstorben gemeldet, bringt im Krankenhaus ihrer Rettung ihr drittes Kind zur Welt – mit Hilfe der eigenen Schwester

 11.09.2026