Berlin

Pistorius: Europa ist dank Nato vor Irans Raketen sicher

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) besucht Soldaten der 7th Brigade im australischen Brisbane. Foto: picture alliance/dpa

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ist Befürchtungen wegen der Reichweite iranischer Raketen entgegengetreten, die theoretisch auch Ziele in Europa erreichen könnten. Europa sei »sicher, zumal Deutschland sich ja nicht alleine verteidigt im Rahmen der Luftverteidigung, sondern es im Kontext passiert mit den Nato-Luftverteidigungskräften«, sagte der SPD-Politiker bei einem Besuch in einer australischen Kaserne nahe der Ostküstenmetropole Brisbane.

Er verwies dabei auch auf den Aufbau des in Israel beschafften Luftverteidigungssystems Arrow 3, das in Kürze einsatzbereit sei. »Das ist ein Riesensprung nach vorne. Ich erinnere mich noch an die kritischen Stimmen, als wir es beschafft haben. Es gäbe ja gar keine Raketen, die das Ding abwehren müsste«, sagte Pistorius. 

Arrow 3 soll feindliche Raketen selbst in großer Höhe von über 100 Kilometer zerstören können - eine Fähigkeit, die es in der Bundeswehr bisher nicht gibt. Der Luftwaffenstützpunkt Schönewalde/Holzdorf an der Landesgrenze von Sachsen-Anhalt und Brandenburg mit Truppenübungsplatz ist der Erste von drei geplanten Arrow-Standorten in Deutschland.

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Pistorius sagte zur Reichweite ballistischer iranischer Waffensysteme: »Natürlich können theoretisch diese Raketen Europa erreichen. Das wussten wir aber, ehrlich gesagt, auch schon vorher. Die Frage ist, mit welcher Bewaffnung und mit welcher Präzision. Und deswegen vertrauen wir auf die gemeinsam zusammengestellte Nato-Verteidigungsfähigkeit.«

Zur Luftverteidigung verwies er zudem darauf, dass die Lenkflugkörper für das US-System Patriot bald auch in Deutschland vom Rüstungskonzern MBDA hergestellt würden. »Das können wir aber auch nicht weiter beschleunigen, um es auch offen zu sagen. Das ist frühzeitig auf den Weg gebracht.« dpa

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