Canberra

Pistorius: Bereit zur Absicherung einer Waffenruhe

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) Foto: picture alliance/dpa

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat einen Beitrag Deutschlands zur Absicherung einer Waffenruhe im Iran-Krieg in Aussicht gestellt. »Dieser Krieg ist eine Katastrophe für die Volkswirtschaften der Welt. Die Auswirkungen sind schon jetzt nach wenig mehr als zwei Wochen klar«, warnte er bei einem Treffen mit seinem australischen Kollegen Richard Marles in Canberra.

Nötig sei eine diplomatische Lösung »so schnell wie möglich«, sagte Pistorius. Er richtete diese Forderung vor allem an den Iran, aber auch die USA. »Wir sind vorher nicht konsultiert worden. Es ist nicht unser Krieg. Und darum wollen wir in diesen Krieg auch nicht reingezogen werden, um das glasklar zu machen«, sagte Pistorius.

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Er kritisierte das Vorgehen der USA kurz darauf im National Press Club Australiens auch grundsätzlich: »Es gibt keine Strategie, es gibt kein klares Ziel - und aus meiner Sicht das Schlimmste: Es gibt keine Ausstiegsstrategie.«

Instabilität in der Nahost-Region hätten Auswirkungen auf die gesamte Welt. »Und deswegen sind wir bereit, jeden Frieden abzusichern«, sagte Pistorius. Und: »Wenn wir zu einer Waffenruhe kommen, werden wir jeden Einsatz für eine Absicherung des Friedens diskutieren, insbesondere um den freien Seeverkehr in der Straße von Hormus abzusichern.« dpa

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