Washington D.C.

USA setzen drei Ableger der Muslimbruderschaft auf Terrorliste

Das amerikanische Finanzministerium in Washington D.C. Foto: picture alliance/dpa

Die USA haben drei Ableger der islamistischen Muslimbruderschaft im Libanon, in Jordanien und Ägypten auf ihre Terrorliste gesetzt. »Die Vereinigten Staaten werden alle verfügbaren Mittel einsetzen, um diese Zweigstellen der Muslimbruderschaft ihrer Ressourcen zu berauben, die sie für terroristische Aktivitäten oder deren Unterstützung benötigen«, schrieb US-Außenminister Marco Rubio auf der Plattform X. 

Damit werden Vermögenswerte von Mitgliedern dieser Gruppen in den USA eingefroren. US-Bürger dürfen keine Geschäfte mit ihnen durchführen. Auch Hamas entstand aus Ableger der Muslimbruderschaft

Die Muslimbruderschaft wurde vor rund 100 Jahren in Ägypten gegründet, ist dort inzwischen verboten und wird als Terrororganisation eingestuft. Ihr Ziel ist die Islamisierung der Gesellschaft. Jordanien hatte die Organisation im April verboten.

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Die Hamas, gegen die Israel im Gazastreifen Krieg führte, entstand in den 1980er Jahren aus dem palästinensischen Ableger der Muslimbruderschaft.

Rubio schrieb weiter, die Regionalorganisationen der Muslimbruderschaft stellten eine Bedrohung für die USA dar. In einer Mitteilung des US-Finanzministeriums hieß es, die Gruppen würden sich als zivilgesellschaftliche Organisationen ausgeben, unterstützen aber hinter den Kulissen offen und aktiv Terrorgruppen wie die Hamas. 

Ägypten begrüßte die US-Entscheidung. Von der extremistischen Ideologie der Gruppierung gehe Gefahr aus für die regionale und internationale Sicherheit und Stabilität. Die US-Entscheidung stimme mit Ägyptens Haltung überein, zitierten Medien die ägyptische Regierung. Ägypten leide wie andere Staaten in der Region seit Jahrzehnten unter den Verbrechen der Organisation. dpa

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