USA/Iran

US-Präsident Trump: Machtwechsel im Iran wäre wohl das Beste

US-Präsident Donald Trump Foto: picture alliance / Consolidated News Photos

US-Präsident Donald Trump hält einen Machtwechsel im Iran für wünschenswert. Auf eine entsprechende Frage eines Reporters sagte er nach dem Besuch eines US-Militärstützpunktes im Bundesstaat North Carolina: »Das scheint das Beste zu sein, was passieren könnte«. Nach Informationen des Nachrichtenportals »Axios« wird eine neue Verhandlungsrunde über Irans Atomprogramm am Dienstag in Genf erwartet. Auf die Frage, was der Iran tun könne, um einen US-Angriff zu vermeiden, sagte Trump: Wenn »sie uns den richtigen Deal geben, werden wir das nicht tun.« 

Bisher habe der Iran viel geredet, aber nichts getan, sagte Trump. Die Führung in Teheran sollte »uns den Deal geben, den sie uns schon beim ersten Mal hätten geben sollen«. Washington und Teheran hatten bereits im vergangenen Jahr über Irans Atomprogramm verhandelt, die Gespräche gerieten aber ins Stocken. Einen Tag vor einer geplanten weiteren Verhandlungsrunde griff Israel Ziele im Iran an. Das US-Militär schloss sich knapp eine Woche später Israels Angriffen an und bombardierte iranische Atomanlagen. 

Trump droht mit neuem Angriff 

Der Iran habe sich damals gegen ein Abkommen entschieden, schrieb Trump diese Woche nach einem Treffen im Weißen Haus mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu. »Hoffentlich werden sie dieses Mal vernünftiger und verantwortungsbewusster sein«, fügte er hinzu. 

An der nächsten Verhandlungsrunde sollen auf US-Seite wieder der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner teilnehmen, wie »Axios« unter Berufung auf einen US-Beamten und drei weitere informierte Quellen berichtete. Die iranische Delegation dürfte demnach wieder von Außenminister Abbas Araghtschi geleitet werden. Auch Omans Außenminister Badr al-Bussaidi, der zwischen beiden Seiten vermittelt, dürfte dem Treffen beiwohnen. Die USA und der Iran hatten vergangene Woche in Omans Hauptstadt Maskat neue Verhandlungen begonnen. 

Zugleich lässt Trump seit Wochen die militärische Präsenz der USA im Nahen Osten ausbauen, unter anderem mit dem Flugzeugträger »USS Abraham Lincoln«. Trump bestätigte nun, dass ein weiterer Flugzeugträger folgen wird. Laut Medien handelt es sich um die »U.S.S. Gerald R. Ford«, den modernsten Flugzeugträger der US-Marine. Auch weitere Kriegsschiffe, Luftabwehrsysteme und Jagdgeschwader befinden sich bereits in der Region. dpa/ja

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