Andrews Air Force Base

Trump: »Netanjahu wird alles tun, was ich verlange«

Präsident Donald Trump am Mittwoch (Ortszeit) auf der Andrews-Luftwaffenbasis Foto: picture alliance / AP Photo/Jacquelyn Martin

Im Streit um den weiteren Kurs gegenüber dem Iran hat US-Präsident Donald Trump nach einem Telefonat mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu demonstrativ Geschlossenheit betont. Amerikanischen Medien zufolge erklärte Trump vor Journalisten auf der Andrews-Luftwaffenbasis in Maryland, Netanjahu werde »alles tun, was ich von ihm verlange«. Amerikanische Medien berichteten.

Der Präsident sagte weiter über den israelischen Regierungschef: »Er ist ein großartiger Typ.« Zudem bezeichnete Trump Netanjahu als »sehr, sehr guten Mann«.

Hintergrund der Aussagen ist nach Berichten israelischer Medien ein längeres und angespanntes Gespräch zwischen beiden Politikern über den weiteren Umgang mit dem Iran-Krieg. Demnach soll es dabei auch um Trumps Entscheidung gegangen sein, vorerst keine neuen militärischen Angriffe anzuordnen.

»Keine Eile«

Trump machte zugleich deutlich, dass Washington zwar weiter auf Verhandlungen setze, militärische Schritte aber nicht ausgeschlossen seien. Sollte es keine Einigung geben, drohe »ein weiterer großer Schlag«, warnte der Präsident. Zugleich erklärte er, er habe »keine Eile«, den Krieg rasch zu beenden. Entscheidend sei vielmehr, die strategischen Ziele zu erreichen.

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Aus Teheran kamen unterdessen erneut scharfe Warnungen. Der iranische Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte, sichtbare und verdeckte Schritte des Gegners deuteten auf Vorbereitungen für eine neue Phase des Krieges hin. Der Iran werde sich im Fall neuer Angriffe nicht ergeben.

Auch die iranischen Revolutionsgarden drohten mit einer Ausweitung der Kampfhandlungen. Sollten die USA oder Israel ihre Angriffe wieder aufnehmen, werde der Krieg »über die Region hinaus« getragen. Zugleich kündigten sie »vernichtende Schläge an Orten an, die ihr euch nicht einmal vorstellen könnt«.

Nach Angaben des iranischen Außenamtssprechers Esmaeil Baghaei prüft Teheran derzeit Vorschläge aus Washington. Gegenüber der Nachrichtenagentur Nour News sagte er: »Wir haben die Ansichten der USA erhalten und prüfen sie.« Pakistan vermittle weiterhin Botschaften zwischen beiden Seiten. Grundlage der Gespräche sei ein iranischer 14-Punkte-Plan. im

Washington D.C.

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