Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und der Zentralrat der Juden wollen ihren Austausch intensivieren. Anlässlich eines Treffens des Präsidiums des Zentralrats mit einer Delegation der EKD erklärte Zentralratspräsident Josef Schuster, der Austausch fördere »die gemeinsame Verbundenheit in einer Zeit, in der jüdisches Leben zunehmend aus der Öffentlichkeit gedrängt werden soll«.
Die EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs sagte, der Austausch sei »ein deutliches Zeichen dafür, dass wir jegliche Form von Antisemitismus und Menschenverachtung ablehnen und weiter die Verständigung über ethische und politische Themen im Miteinander und für unsere Kirchen- und Synagogengemeinden suchen«.
Bislang kein fester Turnus für Treffen
Ein EKD-Sprecher erläuterte auf Nachfrage, dass es bislang keinen festen Turnus für die Gespräche zwischen der EKD und dem Zentralrat der Juden gibt. Beim Treffen am Mittwoch sollte ein solcher Turnus festgelegt werden.
Jüdisch-christliche Begegnungen gibt es auf unterschiedlichen Ebenen. Dazu zählen nach Angaben des EKD-Sprechers unter anderem die jährlichen Begegnungen des EKD-Rates mit den Rabbinerkonferenzen und der Austausch zwischen den Vorsitzenden der jeweiligen Räte.
Beim Treffen am Mittwoch ging es den Angaben zufolge auch um die Angriffe auf Jüdinnen und Juden, die Bedrohungen für die Demokratie durch das Erstarken extremistischer Kräfte und den interreligiösen Dialog. Thema waren demnach auch gesellschaftspolitische und ethische Themen wie der neue Wehrdienst und Organspende. epd