Washington D.C.

Trump: Israel hat die USA nicht zum Iran-Krieg gedrängt

Präsident Donald Trump vor dem Weißen Haus Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

US-Präsident Donald Trump hat Behauptungen zurückgewiesen, Israel habe ihn in den Krieg gegen den Iran gedrängt. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, nicht Israel habe ihn zu dem Schritt bewegt, sondern seine seit langem vertretene Haltung, dass Teheran niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen dürfe.

Zugleich verwies Trump auf das Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 in Israel. Dieses Ereignis habe seine Überzeugung zusätzlich bestärkt. Wörtlich schrieb er: »Israel hat mich nie in den Krieg gegen den Iran hineingeredet.«

Scharf griff Trump zudem Medien und Meinungsforscher an. Viele Berichte seien erfunden oder gelogen, Umfragen manipuliert. Mit Blick auf die Entwicklung im Iran zeigte er sich optimistisch: »Die Ergebnisse im Iran werden erstaunlich sein.«

»Großartig und wohlhabend«

Der Präsident stellte zugleich einen wirtschaftlichen und politischen Neuanfang für das Land in Aussicht, sollte eine neue Führung klug handeln. Dann könne der Iran eine »großartige und wohlhabende Zukunft« haben.

Lesen Sie auch

Trotz einer zuvor verkündeten Waffenruhe bleiben die Spannungen hoch. Trump warnte den Iran erneut vor Konsequenzen, falls Teheran einem von den USA vorgeschlagenen Abkommen nicht zustimme. In diesem Fall würden amerikanische Streitkräfte wichtige Infrastrukturziele zerstören.

Zuvor hatte die frühere US-Vizepräsidentin Kamala Harris Trump vorgeworfen, er habe sich von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in den Krieg hineinziehen lassen. Bei einer Veranstaltung der Demokraten in Detroit sagte sie, Trump habe einen Krieg begonnen, »den das amerikanische Volk nicht will«, und dabei US-Soldaten gefährdet.

Schon Netanjahu hatte entsprechende Vorwürfe mehrfach zurückgewiesen. Die Entscheidung des US-Präsidenten sei allein danach getroffen worden, was dieser für die Interessen seines Landes als richtig halte. im

Prozess

Mutmaßlicher Block-Entführer wollte wie James Bond sein

Er war Model und Fitnesstrainer, da erhielt er ein Angebot, von dem er sich geehrt fühlte: Er solle zwei Kinder der Familie Block retten, berichtet ein Zeuge. Seine Geschichte klingt wie ein Thriller

von Stephanie Lettgen  08.07.2026

Tel Aviv/Neapel

Israelische Touristin storniert Hotel in Italien nach BDS-Nachricht

Das Hotel Decumani Hotel De Charme verschickt E-Mails, in der es heißt, es unterstütze die Kampagne ›No Room for Genocide‹ der antisemitischen BDS-Kampagne

 08.07.2026

Krieg

Trump kündigt weitere Angriffe auf Iran an

In der Nacht zum Mittwoch hat das US-Militär Ziele im Iran bombardiert. Nach Aussage von US-Präsident Trump könnten weitere Angriffe folgen

 08.07.2026

Einspruch

Die Hitze spüren

Mascha Malburg empfindet die jüngsten Temperaturrekorde als Mahnung, die Schöpfung zu bewahren

von Mascha Malburg  08.07.2026

Meinung

Das Wiener Lueger-Denkmal muss weg!

Die Performance des jüdischen Künstlers Alon Ishay hat eine neue Debatte über den Umgang der österreichischen Hauptstadt mit ihrer antisemitischen Geschichte angestoßen

von Tobias Kühn  08.07.2026

Nahost

Bericht: Neue Angriffe im Süden des Libanon

Laut libanesischen Medien flog Israels Luftwaffe erneut Angriffe auf Ziele im Süden des Landes. Nach einem Schusswechsel dort meldet die israelische Armee den Tod eines Hisbollah-Terroristen

 08.07.2026

Fußball-Weltmeisterschaft

Die Wut der Pharaonen

Ägypten sucht nach der knappen Niederlage gegen Titelverteidiger Argentinien nach Schuldigen - und Trainer Hossam Hassan spuckt beim Anblick einer Israel-Flagge aus

von Michael Thaidigsmann  08.07.2026

Ankara

Trump: Waffenruhe ist aus meiner Sicht beendet

Die jüngste Eskalation führt offenbar zum Bruch der Vereinbarung

 08.07.2026 Aktualisiert

Hamburg/Ankara

Wadephul: Iran muss jetzt endlich vernünftig verhandeln

Im dauereskalierenden Konflikt mit dem Iran betrachtet der Bundesaußenminister das Verhandlungsfenster noch nicht als geschlossen. Dafür brauche es aber klare Zugeständnisse Teherans, fordert er

 08.07.2026