Teheran

Bericht: Iran lehnt zweite Verhandlungsrunde mit USA ab

Modschitaba Khamenei ist der Oberste Führer in Teheran Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Die iranische Führung lehnt laut einem Bericht der Staatsagentur Irna ein zweites Treffen mit US-Vertretern ab. Zur Begründung hieß es am Abend, übertriebene Forderungen der USA, deren ständige Kurswechsel und die fortgesetzte Seeblockade iranischer Häfen böten »keine aussichtsreiche Perspektive für seriöse Verhandlungen«. Außerdem seien die Berichte über eine zweite Verhandlungsrunde in Pakistan kommende Woche Teil einer amerikanischen Medienkampagne, um mit Schuldzuweisungen noch mehr Druck auf Teheran auszuüben.

Präsident Massud Peseschkian warf den USA Vertragsbruch vor. »Die fortgesetzten provokanten und illegalen Handlungen der USA« im Rahmen der Seeblockade gegen den Iran stellten einen klaren Verstoß gegen die Waffenruhe dar, sagte Peseschkian laut seiner Homepage in einem Telefonat mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif. Solche Maßnahmen sowie die Drohungen von US-Präsident Donald Trump vertieften das Misstrauen. Man sei entschlossen, das Land gegen ein »erneutes Abenteurertum« der USA und Israels konsequent zu verteidigen.

Lesen Sie auch

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor angekündigt, dass eine Delegation für Verhandlungen in die pakistanische Hauptstadt Islamabad reist. Seine Vertreter würden dort am Montagabend sein, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social – ohne Angaben zur Zeitzone zu machen. Die Deutsche Presse-Agentur erfuhr aus dem Weißen Haus, dass Vizepräsident JD Vance, der Sondergesandte Steve Witkoff und Trump-Schwiegersohn Jared Kushner nach Islamabad reisen.

Auch die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte unter Berufung auf eine informierte Quelle gemeldet, solange die US-Marine weiter an ihrer Seeblockade vor der Straße von Hormus festhalte, werde es keine Verhandlungen geben. In den vergangenen Tagen seien jedoch unter Vermittlung des Nachbarlands Pakistan Nachrichten ausgetauscht worden. dpa

Das eingeschaltete Blaulicht ist auf dem Dach von einem Einsatzfahrzeug der Polizei am 28.02.2026 bei einem Polizeieinsatz zu sehen.

Bayern

Brand von Hitler-Teehaus: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Die Hintergründe

von Judith Kubitscheck  24.10.2026

Analyse

Israel hat die Wahl

Der jüdische Staat stimmt kommende Woche über eine neue Knesset ab. Alles deutet auf eine Richtungsentscheidung hin

von Guy Katz  24.10.2026

Handelte es sich beim Nationalsozialismus um eine linke Ideologie?

Ein Faktencheck

 23.10.2026

Justiz

Ermittler: Ahmetovic kooperierte nicht bei Durchsuchungen

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt im Zusammenhang mit der Ausschreibung eines früheren Klinikgeländes in Lehrte bei Hannover gegen den SPD-Politiker

 23.10.2026

Berlin

Umfrage: Mehrheit lehnt rot-grün-rote Koalition ab

Linke, SPD und Grüne verhandeln derzeit über eine gemeinsame Landesregierung. Eine solche Koalition stößt auf Skepsis - auch unter Anhängern von SPD und Grünen

 23.10.2026

Warschau

Polen rügt Ehrung für ukrainische Nationalisten in Lwiw

Erst ein Ehrentitel für eine ukrainische Einheit, nun ein Gedenkjahr für nationalistische Untergrundkämpfer: Der Geschichtsstreit zwischen Polen und der Ukraine flammt erneut auf

 23.10.2026

Umfrage

Umfrage: So würde Deutschland abstimmen, wenn am Sonntag Wahlen wären

 23.10.2026

München

Aigners Befund zu Judenhass: »Das ›Nie wieder!‹ ist tot«

Die bayerische Landtagspräsidentin gibt eine schonungslose Analyse zum Antisemitismus in Deutschland. Doch sie sieht auch hoffnungsvolle Ansätze, um gegenzusteuern

 23.10.2026

Debatte

Wahl in Israel: Star-Dirigent Lahav Shani meldet sich ausführlich zu Wort

In der Vergangenheit war der Musiker mehrmals im Visier radikaler Israelfeinde

 22.10.2026