Teheran

Schweiz schließt Botschaft im Iran, die auch US-Interessen vertritt

Teheran Foto: picture alliance / via REUTERS

Die Schweiz schließt ihre Botschaft in Teheran nach eigenen Angaben wegen eines »steigenden Sicherheitsrisikos« vorübergehend. Seit Jahrzehnten vertritt die Eidgenossenschaft im Iran auch die Interessen Washingtons.

Die US-Regierung respektiere die Entscheidung und sei der Botschaft und den Mitarbeitern zu tiefem Dank verpflichtet, erklärte die US-Vertretung in Bern. Deren Arbeit »bleibt für den Schutz von US-Interessen und die Unterstützung unserer Staatsbürger entscheidend«.

Die Regierung in Bern wiederum erklärte, in Absprache mit den betroffenen Ländern halte die Schweiz den Kommunikationskanal zwischen den USA und dem Iran weiterhin offen. Der Botschafter in Teheran und fünf Mitarbeiter hätten den Iran am Mittwoch auf dem Landweg verlassen und befänden sich in Sicherheit. »Sobald es die Lage erlaubt, werden die Mitarbeitenden nach Teheran zurückkehren«, hieß es. 

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Vor etwa einer Woche hatte die Regierung erklärt, an der Botschaft seien aktuell sechs Schweizer und 18 lokale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz. Vier Schweizer hatten das Land bereits am 3. März verlassen. 

Die Schweiz agiert als sogenannte Schutzmacht der USA im Iran. Sie vertritt dort seit dem Abbruch der amerikanisch-iranischen Beziehungen die Interessen der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie übermittelt Botschaften zwischen beiden Ländern und betreut bei Bedarf amerikanische Staatsbürger. 

Das verbliebene Personal der deutschen Botschaft in Teheran wurde bereits Ende vergangener Woche in Sicherheit gebracht. dpa/ja

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