Teheran

Schweiz schließt Botschaft im Iran, die auch US-Interessen vertritt

Teheran Foto: picture alliance / via REUTERS

Die Schweiz schließt ihre Botschaft in Teheran nach eigenen Angaben wegen eines »steigenden Sicherheitsrisikos« vorübergehend. Seit Jahrzehnten vertritt die Eidgenossenschaft im Iran auch die Interessen Washingtons.

Die US-Regierung respektiere die Entscheidung und sei der Botschaft und den Mitarbeitern zu tiefem Dank verpflichtet, erklärte die US-Vertretung in Bern. Deren Arbeit »bleibt für den Schutz von US-Interessen und die Unterstützung unserer Staatsbürger entscheidend«.

Die Regierung in Bern wiederum erklärte, in Absprache mit den betroffenen Ländern halte die Schweiz den Kommunikationskanal zwischen den USA und dem Iran weiterhin offen. Der Botschafter in Teheran und fünf Mitarbeiter hätten den Iran am Mittwoch auf dem Landweg verlassen und befänden sich in Sicherheit. »Sobald es die Lage erlaubt, werden die Mitarbeitenden nach Teheran zurückkehren«, hieß es. 

Lesen Sie auch

Vor etwa einer Woche hatte die Regierung erklärt, an der Botschaft seien aktuell sechs Schweizer und 18 lokale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz. Vier Schweizer hatten das Land bereits am 3. März verlassen. 

Die Schweiz agiert als sogenannte Schutzmacht der USA im Iran. Sie vertritt dort seit dem Abbruch der amerikanisch-iranischen Beziehungen die Interessen der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie übermittelt Botschaften zwischen beiden Ländern und betreut bei Bedarf amerikanische Staatsbürger. 

Das verbliebene Personal der deutschen Botschaft in Teheran wurde bereits Ende vergangener Woche in Sicherheit gebracht. dpa/ja

Internationaler Strafgerichtshof

»Begünstigung von Kriegsverbrechen«: Israelische NGO zeigt Spaniens Regierungschef Sánchez an

Die Hintergründe

 18.04.2026 Aktualisiert

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Wir Juden sollten uns nicht verstecken. Wir sollten offen, laut und stolz sein - auch und insbesondere auf den jüdischen Staat

von Daniel Neumann  17.04.2026

ZDF-Politbarometer

Auf Bundesebene: AfD erstmals stärkste Kraft

Die rechtsextreme Partei profitiert von der Unzufriedenheit der Bürger mit der Regierung

 17.04.2026

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der ab dem 1. Mai von Deutschland aus arbeitet

 17.04.2026

Berlin

Zentralrat der Juden gegen Widerspruchslösung

In seinem Tätigkeitsbericht für 2025 geht der Zentralrat auch ethische Fragen rund um das Thema Organspende ein

 17.04.2026

Genf

So reagiert die Weltbank auf antisemitische Posts von Francesca Albaneses Ehemann

Massimiliano Cali soll den palästinensischen Terrorismus relativiert und gegen Juden gehetzt haben

von Imanuel Marcus  17.04.2026

Paris

Bericht: Marine Le Pen trifft Israels Botschafter

Das Gespräch wirft diese Frage auf: Wie geht die Regierung Netanjahu mit rechtsextremistischen Parteien im Ausland um?

 17.04.2026

Yale-Umfrage

Jüngere Wähler in den USA äußern häufiger antisemitische Ansichten

Auch Plattformen wie TikTok spielen eine Rolle. Ihre Nutzer neigen eher zu Judenhass als Konsumenten herkömmlicher Medien

 17.04.2026

Amsterdam

Neue YouTube-Serie folgt den Spuren von Anne Frank

Eine Schauspielerin reist von Frankfurt über Amsterdam bis Bergen-Belsen und bietet Einblicke in das Leben des jüdischen Mädchens, das Millionen Menschen berührt hat

 17.04.2026