Teheran

Irans Polizeichef: Betrachten Demonstranten als Feinde

In Teheran überwachen Polizisten eine vom Mullah-Regime angeordnete Kundgebung. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Nach Israels Aufruf zum Sturz der Führung der Islamischen Republik hat Irans Polizeichef Regierungsgegner mit drastischen Worten vor Protesten gewarnt. »Wer auf Aufforderung des Feindes auf die Straßen geht, den sehen wir nicht länger als Demonstranten an. Den sehen wir als Feind an und werden ihn wie einen Feind behandeln«, sagte Ahmed-Resa Radan im staatlichen Fernsehen. »Alle unsere Männer haben ihren Finger am Abzug.«

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte die Iraner zuvor dazu aufgerufen, sich gegen ihre Regierung aufzulehnen. Israel und die USA führten »einen historischen Krieg für die Freiheit«, hieß es in einem offenen Brief. »Dies ist eine einmalige Gelegenheit für euch, das Regime der Ajatollahs zu stürzen und eure Freiheit zu erlangen.« Das iranische Volk habe um Hilfe gebeten, »und die Hilfe ist angekommen«.

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Auch US-Präsident Donald Trump hat die Iraner bereits mehrfach ermuntert, die amerikanisch-israelischen Angriffe als Chance zu nutzen, um die Führung in Teheran zu stürzen.

Anfang des Jahres hatten Sicherheitskräfte im Iran Proteste brutal niedergeschlagen. In den Nächten des 8. und 9. Januar töteten Sicherheitskräfte verschiedenen Quellen zufolge zwischen 6000 und 36.000 Demonstranten. dpa/ja

Washington D.C.

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