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Samoa plant Botschaftseröffnung in Jerusalem

Samoas Premierminister La’auli Leuatea Schmidt und seine Ehrfrau Foto: picture alliance / Xinhua News Agency

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Samoa plant Botschaftseröffnung in Jerusalem

Premierminister La’auli Leuatea Schmidt folgt dem Nachbarland Fidschi, das im vergangenen Jahr seine Botschaft in der israelischen Hauptstadt eröffnet hatte

 08.01.2026 15:07 Uhr

Der pazifische Inselstaat Samoa will im kommenden Jahr eine Botschaft in Jerusalem eröffnen. Das kündigte Premierminister La’auli Leuatea Schmidt bei einem Treffen mit christlichen Kirchenvertretern an. Die Entscheidung reiht Samoa in eine wachsende Gruppe von Staaten ein, die ihre diplomatische Präsenz in Israels Hauptstadt ausbauen. Das »Jewish News Syndicate« (JNS) berichtete zuerst.

Schmidt erklärte der Nachrichtenseite zufolge: »Ich habe unser Außenministerium angewiesen, mit den Vorbereitungen für die Eröffnung eines Büros Samoas in Jerusalem in diesem Jahr zu beginnen«, sagte der Regierungschef. Dabei verwies er auf das Nachbarland Fidschi, das bereits im vergangenen Jahr eine Botschaft in Jerusalem eröffnet hatte.

Israel und Samoa unterhalten seit 1972 diplomatische Beziehungen. Diese hätten sich in den vergangenen Jahren weiter vertieft, unter anderem durch Zusammenarbeit in den Bereichen Gesundheit, Landwirtschaft, Technologie und Energie. Die diplomatischen Kontakte werden bislang über die israelische Botschaft im neuseeländischen Wellington gepflegt. Samoa hat rund 220.000 Einwohner, die überwiegend christlich geprägt sind.

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Unterstützung für den Schritt kam von der International Christian Embassy Jerusalem. Deren Präsident Juergen Buehler erklärte, es sei »ermutigend zu sehen, dass ein weiteres Land Jerusalem den Respekt erweist, den es verdient«. Wie bereits bei Fidschi spiele auch in Samoa der christliche Bevölkerungsanteil eine wichtige Rolle. Viele Menschen erwarteten von ihren politischen Führungen, Israel aus religiöser Überzeugung heraus zu unterstützen. Buehler zeigte sich zuversichtlich, dass weitere Länder diesem Beispiel folgen könnten.

Derzeit unterhalten sieben Staaten Botschaften in Jerusalem, nämlich die Vereinigten Staaten, Guatemala, Honduras, Kosovo, Paraguay, Papua-Neuguinea und Fidschi. Die große Mehrheit der Länder mit diplomatischen Beziehungen zu Israel hat ihre Vertretungen weiterhin in Tel Aviv oder umliegenden Städten angesiedelt, da sie sich weigern, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

Einen Wendepunkt markierte die Entscheidung der USA unter Präsident Donald Trump, die amerikanische Botschaft während seiner ersten Amtszeit nach Jerusalem zu verlegen. Seitdem haben weitere Staaten ähnliche Schritte unternommen oder angekündigt. Nach dem Waffenstillstand im jüngsten Krieg ist die diplomatische Dynamik erneut in Bewegung geraten. Argentinien plant, seine Botschaft im Frühjahr nach Jerusalem zu verlegen, auch in Ungarn und Tschechien wird ein solcher Schritt geprüft. im

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