Österreich

Palästinensischer Vertreter in Wien will Israel »ein Ende setzen«

Salah Abdel Shafi ist der offizielle Vertreter der Palästinenser in Österreich. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

In Wien haben am Wochenende mehrere tausend Menschen an einer israelfeindlichen Demonstration teilgenommen. Nach Angaben der Polizei versammelten sich zwischen 3000 und 3500 Demonstranten, um Sanktionen gegen den jüdischen Staat zu fordern.

Die Veranstaltung wurde dem ORF zufolge von palästinensischen und linken Aktivisten organisiert. Salah Abdel Shafi, der offizielle Vertreter Palästinas in Österreich, griff dabei ein Zitat des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz auf und warf Israel vor, als »Vorposten des Westens im Nahen Osten« zu fungieren, um »Drecksarbeit zu verrichten«.

Dann fiel laut eines ORF-Berichts folgender Satz: »Und deswegen muss man diesem Staat ein Ende setzen.« Dieses Zitat stellt einen Aufruf zur Vernichtung Israels dar. Die Palästinensische Autonomiebehörde, die ihre Botschafter aussucht, wird von vielen westlichen Medien als »gemäßigt« bezeichnet. Diese Aussage Shafis wirft auch deshalb Fragen auf.

»Weiße Feigheit«

Die Teilnehmer trugen zahlreiche palästinensische Fahnen mit sich und hielten Transparente hoch, auf denen die Namen von 777 palästinensischen und drei israelischen Kleinkindern standen, die angeblich seit Oktober 2023 in Gaza ums Leben kamen.

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Während der Kundgebung waren wiederholt Rufe von »Free Palestine« zu hören. Auch die Parole »From the river to the sea, Palestine will be free« wurde gerufen. Sie ist ebenfalls als Forderung nach einer Vernichtung Israels zu verstehen. Einen angeblichen Völkermord warfen die Demonstranten Israel vor. Dabei hat der jüdische Staat für die Einfuhr von gut zwei Millionen Tonnen Hilfsgütern nach Gaza gesorgt, seitdem die Hamas den aktuellen Krieg vor bald zwei Jahren begann.

Die Millionenerbin und Aktivistin Marlene Engelhorn wandte sich an die Menge: »Endlich können wir ein Wien sehen, das sich nicht mehr sträflich schämen muss – für unsere Medien, für unsere Politik und für unsere weiße Feigheit.« Im Anschluss marschierten die Demonstranten zum österreichischen Parlament, wo die Kundgebung endete.

Ausgehungert, gefoltert und ermordet

Stefan Schennach, SPÖ-Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, vertrat bei der Demonstration die Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen. Der Politiker äußerte die Überzeugung, dass der verstorbene SPÖ-Langzeitkanzler Bruno Kreisky »den Staat Palästina anerkannt« hätte. Gleichzeitig kündigte Schennach die Ernennung eines Gaza-Generalberichterstatters im Europarat an.

Nicht nur in Wien gingen Israelfeinde auf die Straße: In Bregenz versammelten sich am selben Abend einige hundert Demonstranten, die ebenfalls Sanktionen gegen den einzigen jüdischen Staat forderten. Dieser geht in Gaza gegen die Hamas vor. Weiterhin weigern sich die Terroristen, 48 Geiseln freizulassen, die in Gaza ausgehungert, gefoltert und ermordet werden. Die meisten Verschleppten sind bereits tot.

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