Heemstede

Niederländische Polizei vereitelt Anschlag auf Synagoge

Polizisten in Haarlem Foto: picture alliance / Xinhua News Agency

Im Zusammenhang mit einem verhinderten Anschlag auf eine Synagoge im niederländischen Heemstede haben Ermittler vier Verdächtige festgenommen. Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigten dies laut niederländischen Medienberichten.

Die Behörden gehen davon aus, dass ein Sprengstoffanschlag oder eine Brandstiftung vorbereitet worden sein könnte. Nach Einschätzung der Ermittler soll eine Heemsteder Synagoge das Ziel gewesen sein. Durch das Eingreifen der Polizei sei die Tat verhindert worden, hieß es.

Den Verdächtigen wird vorgeworfen, gemeinsam Vorbereitungen für eine Explosion oder Brandstiftung getroffen zu haben. Die Ermittler sehen zudem einen terroristischen Hintergrund.

Weitere zwei Wochen Untersuchungshaft

Ein Untersuchungsrichter in Amsterdam ordnete die Fortdauer der Untersuchungshaft der Verdächtigen um weitere 14 Tage an. Die Beschuldigten sind den Berichten nach 14, 17, 18 und 20 Jahre alt. Für die Volljährigen gelten verschärfte Haftbedingungen.

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Polizei und Staatsanwaltschaft machen derzeit keine weiteren Angaben zum Inhalt der Ermittlungen. Die Tatsache, dass die Festnahme erst Tage später bekanntgegeben wurde, begründete ein Polizeisprecher mit organisatorischen Überlegungen. Am Tag der Vorführung des vierten Verdächtigen habe es in Amsterdam bereits mehrere größere Polizeieinsätze gegeben. Zudem habe man die Information zu einem Zeitpunkt veröffentlichen wollen, an dem sie die notwendige Aufmerksamkeit erhalte. Der Sprecher bezeichnete die Mitteilung selbst als »reichlich verspätet«.

In den Niederlanden waren in den vergangenen Monaten mehrfach jüdische Einrichtungen Ziel von Anschlagsplänen oder Angriffen. Wegen einer Explosion an einer Synagoge in Rotterdam mussten sich bereits mehrere junge Verdächtige im Alter zwischen 17 und 23 Jahren vor Gericht verantworten.

Der älteste von ihnen, der 23-jährige Kwasi Y., wird nach Medienberichten nicht nur mit dem Fall in Rotterdam in Verbindung gebracht. Gegen ihn wird demnach auch wegen eines separaten, mutmaßlichen Anschlagsplans in Heemstede sowie wegen einer Explosion im Amsterdamer Geschäftsviertel Zuidas und eines weiteren Angriffs auf eine Synagoge in Amsterdam ermittelt. im

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