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Nicholas Potter wechselt zu Axel Springer

Nicholas Potter Foto: Olga Baczynska

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Nicholas Potter wechselt zu Axel Springer

Der Journalist verlässt die taz und wird ab dem 1. Juli als Chefreporter redaktionsübergreifend für mehrere Marken des Springer-Verlags arbeiten

 27.05.2026 16:17 Uhr

Der Journalist und Buchautor Nicholas Potter wechselt zum 1. Juli zur Premium-Gruppe bei Axel Springer. Dort soll er als Chefreporter redaktionsübergreifend für mehrere Medienmarken arbeiten, darunter »Welt«, »Welt am Sonntag«, »Welt TV«, »Politico« und »Business Insider«. Dies geht aus einem Beitrag des Welt-Chefredakteurs Helge Fuhst auf der Plattform »LinkedIn« hervor.

Inhaltlich soll sich Potters künftige Arbeit vor allem auf Großbritannien, die USA, den Nahen Osten sowie auf antidemokratische Entwicklungen in Deutschland konzentrieren.

Zuletzt arbeitete Potter als Redakteur bei der »taz«. Darüber hinaus veröffentlichte er Beiträge unter anderem in »The Guardian«, »Haaretz«, im »Tagesspiegel«, in der »Süddeutschen Zeitung« und in der Jüdischen Allgemeinen. Bekannt wurde er insbesondere durch seine Recherchen zu Antisemitismus und politischem Extremismus.

Klar benannte Missstände

Potter ist Mitherausgeber des Buches »Judenhass Underground« und veröffentlichte den Bestseller »Die neue autoritäre Linke« (dtv). Für seine journalistische Arbeit erhielt er mehrere Auszeichnungen und Nominierungen. Unter anderem wurde er für die Investigativrecherche »Tweets gegen Israel«, die im August 2023 in der Jüdischen Allgemeinen erschien, für den Theodor-Wolff-Preis nominiert. Im November vergangenen Jahres erhielt er den Medienpreis der Organisation ELNET.

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Der Jüdischen Allgemeinen sagte Potter, er freue sich, künftig »Teil eines wachsenden internationalen Medienunternehmens zu sein, das unermüdlich für die Pressefreiheit einsteht«. Weltweit seien autokratische Regime, Extremismus, Antisemitismus und Pressefeindlichkeit im Aufwind, so der Journalist. »Umso wichtiger ist es mir, in ein traditionsreiches Haus zu wechseln, das sich seit erster Stunde liberalen Werten verpflichtet hat.« Die Vision von Chefredakteur Fuhst für die Zukunft des Medienhauses habe ihn überzeugt, erklärte Potter. ja

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