New York

New Yorker Bürgermeister lädt israelfeindlichen Aktivisten zum Ramadan-Dinner ein

Bürgermeister von New York City: Zohran Mamdani Foto: picture alliance / Pacific Press

Der Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, hat am Wochenende den palästinensischen Aktivisten Mahmoud Khalil zu einem gemeinsamen Fastenbrechen während des Ramadan eingeladen. Das Treffen fand in der Bürgermeisterresidenz Gracie Mansion statt, wo Mamdani und seine Frau Khalil auch dessen Ehefrau sowie deren kleinen Sohn empfingen.

Der Bürgermeister veröffentlichte anschließend ein Foto des Treffens in sozialen Medien. In dem Begleittext erinnerte er daran, dass sich der Besuch fast genau ein Jahr nach der Festnahme Khalils durch US-Einwanderungsbehörden ereignete. Mamdani schrieb: »Für Mahmoud Khalil war das vergangene Jahr von tiefem Leid geprägt – und zugleich von großem Mut.«

Der Bürgermeister hob zugleich die Unterstützung hervor, die Khalil in New York erhalten habe. »Und doch gab es selbst angesichts dieser Grausamkeit auch Schönheit. New Yorker haben ihre Stimmen in Solidarität erhoben. Eine Stadt hat sich geweigert wegzusehen. Mahmoud gewann seine Freiheit, und ein Vater wurde endlich wieder mit seinem Kind vereint.«

Festnahme und monatelange Haft

Der 30-jährige Khalil, ein in Syrien geborener Palästinenser und ehemaliger Student der Columbia University, war im März 2025 vor seiner Wohnung in New York von Beamten der Einwanderungsbehörde ICE festgenommen worden. Vorgeworfen werden ihm die Organisation von israelfeindlichen Demonstrationen. Anschließend wurde er in ein Abschiebezentrum im Bundesstaat Louisiana gebracht.

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Während seiner mehr als dreimonatigen Haft brachte seine Frau, eine US-Staatsbürgerin, ihr erstes gemeinsames Kind zur Welt. Der Fall löste in New York erhebliche Proteste aus. Tausende Menschen gingen damals auf die Straße und kritisierten das Vorgehen der Behörden.

Ein Bundesrichter, der unter Präsident Joe Biden ernannt worden war, stoppte später zunächst die Abschiebung und ordnete Khalils Freilassung an. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass er weder ein Fluchtrisiko noch eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstelle. Nach seiner Entlassung kehrte Khalil nach New York zurück und traf dort erstmals seinen Sohn.

Abschiebung weiterhin Thema vor Gericht

Der Fall ist jedoch weiterhin juristisch nicht abgeschlossen. US-Behörden werfen Khalil vor, Aktivitäten organisiert zu haben, die »mit der Hamas in Einklang stehen«. Zudem argumentiert die Regierung von Präsident Donald Trump, er habe bei seinem Antrag auf eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung wichtige Angaben verschwiegen.

Ein Einwanderungsrichter ordnete inzwischen an, Khalil nach Syrien oder Algerien abzuschieben. Gleichzeitig beschäftigt sich ein Berufungsgericht mit der Frage, ob seine frühere Freilassung aus der Einwanderungshaft rechtmäßig war.

Damit bleibt unklar, ob der israelfeindliche Aktivist dauerhaft in den USA bleiben kann. Das gemeinsame Ramadan-Dinner im Haus des New Yorker Bürgermeisters sorgt derweil bereits für politische Diskussionen. im

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