New York

Mitarbeiter der Stadt rief zu Mord an Israelis auf

Der Blick auf Manhattan von Jersey City aus Foto: picture alliance / Sipa USA

Ein langjähriger Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde von New York hat mit extremen antiisraelischen und antisemitischen Aussagen in sozialen Netzwerken für Empörung gesorgt. In wiederentdeckten Beiträgen auf X soll der Community-Koordinator Achmat Akkad geschrieben haben: »Ein einziger Israeli, der auf der Welt übrig bleibt, wäre schon einer zu viel!« Die Äußerung stammt demnach aus dem vergangenen Jahr und wurde von einer Beobachtungsgruppe dokumentiert. Die »New York Post« berichtete.

In weiteren, inzwischen gelöschten Beiträgen aus dem Jahr 2021 äußerte Akkad laut Screenshots: »Juden, die Apartheid nicht unterstützen, sind sicher. Zionisten nicht!« Auch andere Aussagen stellten Israel und den Zionismus in extrem aggressiver Form dar. So schrieb er unter anderem, Israel existiere, indem es »das Blut schwarzer und brauner Menschen als Opfergabe für weiße Vorherrschaft opfert«, und behauptete, Zionisten seien verantwortlich für politische Entwicklungen, Kriege und Einschränkungen der Meinungsfreiheit weltweit.

Aufgedeckt wurde dieser Fall von der jüdischen Organisation Canary Mission. »Wenn solche Personen in der Stadtverwaltung Karriere machen, wirft das ein Schlaglicht auf die Führung, die sie befördert. Die New Yorker sollten empört sein«, hieß es dort.

Lesen Sie auch

Die Enthüllungen kommen in einer Phase, in der die New Yorker Gesundheitsbehörde ohnehin unter Druck steht. Zuletzt war Kritik laut geworden, nachdem Mitarbeiter mit öffentlichen Mitteln ein internes Arbeitsgremium organisiert haben sollen, das Israel des Völkermords beschuldigte. Infolge der jüngsten Vorwürfe gegen Mitarbeiter gibt es Forderungen nach Untersuchungen auf städtischer und sogar bundesstaatlicher Ebene.

Akkad bestätigte auf Anfrage, dass er für die Gesundheitsbehörde arbeitet und der betreffende X-Account ihm gehört, äußerte sich aber nicht weiter zu den Vorwürfen. Sein Profil wurde inzwischen gesperrt. Die Behörde und das Büro von Bürgermeister Zohran Mamdani wollten sich zu dem Fall nicht äußern. Der Bürgermeister habe nichts mit der Einstellung des Mitarbeiters zu tun, hieß es aus seinem Umfeld.

Der Mitarbeiter ist seit Jahren im öffentlichen Dienst tätig und verdient laut Bericht rund 65.000 Dollar jährlich. im

Medien

Nach Anti-Israel-Verschwörungstheorie: WDR nimmt Georg Restle in Schutz

Die Causa des WDR-Journalisten Georg Restle, der einen Link mit einem Verschwörungsnarrativ über Israels Zutun zur Migrantenkrise in Ceuta verbreitet hat, geht weiter. Der Redakteur räumt einen Fehler ein. Die ARD verteidigt ihn

 09.08.2026 Aktualisiert

Ugandische Truppen

Nahost

Ugandas Parlament billigt Truppenentsendung nach Gaza

Auf US-Anfrage soll sich ein Kontingent der ugandischen Armee der geplanten internationalen Stabilisierungstruppe anschließen. In Afrika zählt das Land zu den größten Truppenstellern für Friedensmissionen

 07.08.2026

Meinung

Wie Georg Restle die Glaubwürdigkeit des ÖRR untergräbt

Nach dem X-Post des Journalisten hat sich Felix Schotland, Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln, an WDR-Programmdirektorin Andrea Schafarczyk gewandt. Wir dokumentieren das Schreiben im Wortlaut

von Felix Schotland  07.08.2026

Justiz

Israelischer Siedler wegen Tötung eines Palästinensers angeklagt

Der getötete Aktivist setzte sich gegen Siedlergewalt ein und war an dem Oscar-prämierten Film »No Other Land« beteiligt. Jetzt steht der mutmaßliche Täter vor Gericht

 07.08.2026

Dublin

Wegen Israel-Boykott: Irisches Regierungsflugzeug kann nicht mehr im Nebel landen

Beim Kauf der Maschine wurde bewusst auf das System »FalconEye« verzichtet, weil der israelische Rüstungskonzern Elbit Systems an dem Produkt beteiligt ist

 07.08.2026

AfD-Verbot

»Wachkitzeln von Gewalt- und Mordphantasien«

Der Historiker und NS-Forscher Götz Aly, der mit Blick auf die AfD bislang vor überzogenen Vergleichen mit dem Nationalsozialismus und der NSDAP gewarnt hatte, hat offenbar seine Position revidiert

 07.08.2026

Benjamin Netanjahu

Meinung

Nicht wegen des Krieges: Warum Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wirklich zurücktreten sollte

von Roman Haller  07.08.2026

Kanada

Bericht: Jüdische Studenten erleben Antisemitismus als alltägliche Realität

Fast alle befragten jüdischen Studenten geben an, innerhalb der vergangenen zwölf Monate mindestens einen antisemitischen Vorfall erlebt oder beobachtet zu haben

 07.08.2026

Miami

Antisemitischer Angriff in Starbucks-Filiale

Laut Polizei schlug eine Frau ihr Opfer mit einem Mobiltelefon. Dann habe sie mit einem Metallstuhl auf den Mann, der eine Kippa trug, losgehen wollen

 07.08.2026