Pädagogik

Neues Onlinespiel soll gegen Antisemitismus im Netz helfen

Spieler lernen, antisemitische Inhalte zu erkennen und ihre Verbreitungswege in sozialen Medien zu verstehen.

Ein neues Onlinespiel soll dabei helfen, Antisemitismus und Holocaust-Verzerrung in sozialen Medien entgegenzutreten. Das am Freitag vorgestellte kostenfreie Lernangebot »ShoutOut« kann im Unterricht genutzt werden und richtet sich an Lehrkräfte weiterführender Schulen. Es ist auf Deutsch und Englisch verfügbar.

Ziel ist, dass Spieler antisemitische Inhalte erkennen und ihre Verbreitungswege in sozialen Medien verstehen. Entwickelt wurde »ShoutOut« von der Universität Duisburg-Essen mit Unterstützung der Jewish Claims Conference, die sich für jüdische Holocaust-Überlebende einsetzt.

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, sagte anlässlich der Veröffentlichung, das Spiel hole junge Menschen dort ab, wo sie tatsächlich unterwegs seien. »Das Spiel vermittelt niedrigschwellig, aber nicht banal, wie antisemitische Inhalte erkannt, eingeordnet und dekonstruiert werden können«, so Klein. Es stärke damit die Medienkompetenz, »eine Kernkompetenz unserer Zeit«.

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

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