New York

Hamas-Unterstützerin Aber Kawas gewinnt Vorwahlen in New York

Aber Kawas (Mitte, weiße Kufiya) am 18. Juni mit Kolleginnen und Unterstützern Foto: picture alliance / Anadolu

Aber Kawas, eine Demokratin, die die Hamas unterstützt, hat im New Yorker Stadtteil Queens die Vorwahlen der Demokratischen Partei gewonnen. Sie setzte sich mit 60 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen ihren Parteifreund Steven Raga durch und wird daher am 4. November bei den Zwischenwahlen gegen einen republikanischen Kontrahenten antreten.

Der »Jewish Insider« dokumentierte ein Statement von Aber Kawas zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001: Diese würden im Vergleich zu dem verblassen, was sie als »langen Verlauf« von »Kapitalismus, Rassismus, weißer Vorherrschaft und Islamfeindlichkeit« bezeichnete.

Klar fiel auch eine Geste zur Unterstützung der palästinensischen Terrororganisation Hamas aus. Die Publikation »Canary Mission« veröffentlichte ein Video, auf dem Kawas eine Kopfbinde mit dem Hamas-Logo als Flagge in die Luft hielt. Dies geschah am »Al-Quds-Tag«, einer vom Iran initiierten israelfeindlichen Demonstration, im Jahr 2016.

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»Rote Welle«

Kawas ist nicht die einzige Vorwahlsiegerin, die den linken Democratic Socialists of America (DSA) zugerechnet wird – und nicht die einzige vom New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani unterstützte Kandidatin, die es durch die Primaries schaffte. Die »New York Post« schrieb von einer »sozialistischen, roten Welle«, die den »Empire State«, also den Bundesstaat New York, »getroffen« habe.

Kawas will Israels angeblichem »Völkermord in Gaza« die Finanzierung entziehen, stellt aber auch klassische, linke Themen in den Mittelpunkt, darunter die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs und eine Reform der Gesundheitspolitik.

Die Demokratin, deren Eltern aus den palästinensischen Gebieten in die USA einwanderten, wurde nicht nur von Mamdani, sondern auch von Senator Bernie Sanders unterstützt, einem der prominentesten jüdischen Israelkritiker, sowie von Rashida Tlalib. Sie ist eine demokratische Abgeordnete, die zusammen mit ihrer Kollegin Ilhan Omar mit einem Einreiseverbot für Israel belegt wurde.

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Kawas unterstützt Israel-Boykott

Zusammen mit Mamdani und anderen Mitstreitern entwickelte und startete Aber Kawas die »Not On Our Dime!«-Kampagne, deren Ziel es ist, New Yorker Organisationen davon abzuhalten, Israel finanziell zu unterstützen.

Diese Gruppe fordert, New York müsse aufhören, angebliche Kriegsverbrechen Israels zu finanzieren. Auch hier ist von »Völkermord« die Rede, während die von der Hamas verübten Massaker vom 7. Oktober 2023 nicht ein einziges Mal erwähnt werden.

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