Umfrage

Relative Mehrheit der Amerikaner hält US-Unterstützung für Israel für zu stark

Immer mehr Amerikaner wenden sich gegen Israel, amerikanische Unterstützung für den jüdischen Staat sowie den Krieg gegen das iranische Regime. Foto: picture alliance / Anadolu

Immer mehr US-Wähler sind der Ansicht, dass die Vereinigten Staaten Israel zu stark unterstützen. Einer neuen Umfrage der Quinnipiac University in Hamden (Bundesstaat Connecticut) zufolge erreichte der Anteil der Menschen mit dieser Einschätzung einen neuen Höchststand. Amerikanische Medien berichteten.

Laut der Erhebung erklärten 48 Prozent der befragten registrierten Wähler, die Unterstützung Washingtons für Israel gehe zu weit. Sieben Prozent sagten dagegen, die amerikanische Hilfe für Israel sei nicht ausreichend. 38 Prozent bewerteten das Verhältnis als angemessen, während sechs Prozent keine Angabe machten oder unsicher waren.

Die Autoren der Umfrage erklärten, dies sei »der höchste Prozentsatz von Wählern, die der Meinung sind, dass die USA Israel zu stark unterstützen«, seit die Universität diese Frage erstmals im Januar 2017 gestellt habe.

Unterschiede zwischen Parteianhängern

Besonders groß sind die Unterschiede zwischen den politischen Lagern in den USA. Unter den befragten Demokraten sagten 66 Prozent, die Vereinigten Staaten unterstützten Israel zu stark. Bei den Republikanern lag dieser Anteil bei 20 Prozent. Unter den parteiunabhängigen Wählern vertraten 55 Prozent diese Ansicht.

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Die Ergebnisse fallen in eine Phase, in der Israel international wegen seines Vorgehens in verschiedenen militärischen Auseinandersetzungen kritisiert wird. Israel betont, dass der Krieg gegen den Iran und die vom Mullah-Regime finanzierte Terror-Miliz Hisbollah der Sicherheit des Landes diene.

Auch die Beteiligung der USA an der aktuellen Auseinandersetzung mit dem Iran an der Seite Israels hat innenpolitische Debatten ausgelöst. Frühere Umfragen hatten gezeigt, dass dieses Vorgehen bei vielen Amerikanern auf Ablehnung stößt.

Vance mahnt Israel

In diesem Zusammenhang hatte sich US-Vizepräsident J.D. Vance zuletzt kritisch zu öffentlichen Äußerungen israelischer Vertreter über die amerikanisch-iranische Friedensvereinbarung geäußert. Er forderte die israelische Regierung auf, ihre enge Partnerschaft mit Washington stärker zu berücksichtigen.

»Wenn ich Mitglied des israelischen Kabinetts wäre, würde ich vielleicht nicht den einzigen mächtigen Verbündeten angreifen, den ich irgendwo auf der Welt noch habe«, sagte Vance bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Die Umfrage der Quinnipiac University wurde vom 18. bis zum 22. Juni durchgeführt. Befragt wurden 1.165 registrierte Wähler. Die statistische Fehlermarge liegt bei plus oder minus 3,4 Prozentpunkten. im

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