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Labour, NPD, Finkielkraut

Raus aus Labour: Luciana Berger, frühere Sprecherin des jüdischen Forums, hat die Partei verlassen. Foto: imago/i Images

Labour spaltet sich

Mittlerweile acht Unterhaus-Abgeordnete der oppositionellen Labour-Partei sind in London aus ihrer Partei ausgetreten. Als Wortführerin tritt Luciana Berger auf, bislang Vorsitzende des parlamentarischen Flügels des Jewish Labour Movement. Die ausgetretenen Politiker werfen Parteichef Jeremy Corbyn vor, sich nicht zu Europa und zur EU zu bekennen. Zudem habe sich Corbyn zumindest indifferent gegenüber antisemitischen Vorfällen in der Partei – die bis zur Schoa-Leugnung gingen – verhalten. Berger erklärte, ihr sei es »peinlich« geworden, Labour-Mitglied zu bleiben. Es müsse der Parteiführung zu denken geben, dass eine jüdische Politikerin aus Labour hinausgeekelt wurde. Gegen Berger hatte es tatsächlich einen Ausschluss­antrag gegeben, weil sie eine »zionistische Störerin« sei.  ja

Angriff auf jüdischen Philosophen

Der französische Philosoph Alain Finkielkraut wurde vergangene Woche am Rande einer »Gelbwesten«-Demonstration in Paris von mehreren Aktivisten antisemitisch beschimpft und bedroht. Sätze wie »Du dreckiger Zionist!«, »dreckige Rasse« und »Das Volk wird dich bestrafen!« sollen gefallen sein. Finkielkraut sagte im Anschluss, er habe »absoluten Hass« gegen sich gespürt. Am Wochenende kam es zu zahlreichen Solidaritätsveranstaltungen, an denen auch Präsident Emmanuel Macron teilnahm.  ja/dpa

NPD erhält weiter Staatsgeld

Obwohl alle gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen sind, der rechtsextremen NPD jede Form der Staatsfinanzierung zu entziehen, liegt nach Recherchen des »Tagesspiegel« ein erforderlicher Antrag auf Entzug der staatlichen Finanzierung für die NPD bis heute nicht beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe vor. Grund für die Verzögerung sollen komplizierte Verhandlungen zwischen den Verwaltungen von Bundesrat, Bundestag und Bundesregierung sein. Das Verfassungsgericht hatte 2017 die NPD zwar nicht verboten, sie aber als verfassungsfeindlich eingestuft und die Möglichkeit einer Finanzsperre angedeutet.  ja

Gedenkstätten von Nazis bewacht?

Die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen nördlich von Berlin wurde zeitweise von einem Sicherheitsunternehmen bewacht, das einem bekennende Rechtsextremisten gehört. Nach Angaben der Tageszeitung »Märkische Allgemeine« handelt es sich um die Firma »Boxing Security« von Ronny S., der in der rechtsextremistischen Szene von Cottbus verwurzelt sei. Auf Instagram posierte S. etwa in einem schwarzem T-Shirt, das ein Eisernes Kreuz zeigt, dazu dem Spruch »Vize-Weltmeister ’45«. »Boxing Security« sei als Subunternehmer der von der Gedenkstättenstiftung mit der Objektsicherung betrauten Firma »City Control« zu dem Auftrag gekommen.  ja

Höhere Rente für Zuwanderer

Der Bundesrat hat die Bundesregierung aufgefordert, »Möglichkeiten der Verbesserung der rentenrechtlichen Situation von jüdischen Zugewanderten aus Nachfolgestaaten der früheren Sowjetunion« zu eruieren. Ziel ist eine Gleichstellung der Zuwanderer mit Spätaussiedlern, deren Rente im Fremdrentengesetz geregelt ist. »Der Schritt ist überfällig«, erklärte Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden. Um die Initiative des Bundesrats zu unterstützten, haben Sergey Lagodinsky (Repräsentant der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und Kandidat der Grünen für das Europaparlament), Micha Brumlik (Publizist) und Volker Beck (Lehrbeauftragter) nun einen Aufruf gestartet.  ja

Sanders kandidiert erneut

Bernie Sanders, unabhängiger Senator des Bundesstaats Vermont, will 2020 erneut für das Amt des US-Präsidenten kandidieren. Der 77-jährige jüdische Politiker bezeichnet sich selbst als »demokratischen Sozialisten«. 2016 hatte Sanders im Vorwahlkampf der Demokraten gegen Hillary Clinton verloren, die später dem republikanischen Kandidaten Donald Trump unterlag. Über den aktuellen Präsidenten sagt Sanders: »Ich denke, er ist ein krankhafter Lügner.« Trump sei rassistisch, sexistisch, ausländerfeindlich und versuche, politisch zu punkten, indem er auf Minderheiten herumhacke.  ja/dpa

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

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Endlich nimmt ein Verwaltungsgericht die Einschüchterung jüdischer Studierender ernst

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von Annabelle Ganapol  02.11.2026

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Es soll ein Ort des Diskurses und der Begegnung sein: In Frankfurt wird die Jüdische Akademie feierlich eröffnet

 02.11.2026

Robert F. Kennedy Jr. spricht an einem Rednerpult vor einer Wand mit dem Schriftzug MAHA

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Kennedy verteidigt Rede über Araber und lobt Juden

Der US-Gesundheitsminister weist Rassismusvorwürfe zurück und fragt, warum die Welt Juden hasse und Islamisten umarme

 01.11.2026

Mehrere Männer bei einer Pressekonferenz der Polizei in Frankfurt, einer spricht in ein Mikrofon

Nach Eskalation

Einsatzleiter: Neue Gewalt-Dimension nach Demo in Frankfurt

Der Einsatzleiter der Polizei berichtet von einer »neuen Dimension der Gewalt«: Aus dem Pro-Palästina-Spektrum heraus sei es zu »immer massiveren Störungen und Angriffen auf Polizeikräfte« gekommen

 01.11.2026

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SPD-Prominente warnen vor Koalition mit der Berliner Linken

In einem offenen Brief sprechen sich Karl Lauterbach, Sigmar Gabriel, Franziska Giffey und Hunderte weitere Sozialdemokraten gegen Rot-Grün-Rot aus – vor allem wegen des Umgangs der Linken mit Antisemitismus

 01.11.2026

Mohsen Rezaei wirft bei einer Wahl im Iran seinen Stimmzettel in eine Urne

Iran-Krieg

Iran knüpft Gespräche mit den USA an sieben Bedingungen

Teheran stellt weiter Maximalforderungen für eine diplomatische Lösung des Konflikts mit den USA. Im erneuten Kriegsfall droht Teheran mit dem Einsatz neuartiger Waffen

 01.11.2026

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Antisemitismus in Deutschland

Kramp-Karrenbauer warnt vor Bündnissen mit Linken oder AfD

In Berlin hat die Linke die Wahl gewonnen, in Sachsen-Anhalt die AfD. Die frühere CDU-Chefin meint, das Leben vieler Menschen würde sich massiv verändern, wenn diese die Regierung übernähmen

 01.11.2026

Elif Eralp reißt beim Landesparteitag der Linken in Berlin einen Blumenstrauß in die Höhe

Regierungsbildung in Berlin

Koalitionsgespräche von Rot-Grün-Rot in Berlin vor dem Start

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