Brandenburg

Nach Brandanschlag: Beauftragter gegen Judenhass erneut bedroht

Andreas Büttner im Brandenburger Landtag. Dort bekam er am Montag einen Drohbrief Foto: picture alliance/dpa

Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner (Die Linke) ist nach dem Angriff auf sein privates Grundstück in der Nacht zum Sonntag bereits am nächsten Tag erneut Ziel einer Bedrohung geworden.

Wie zuerst die Potsdamer Neuen Nachrichten berichteten, wurde im Brandenburger Landtag am Montagmittag ein verdächtiger Brief entdeckt, aus dem Granulat rieselte. Das Schreiben soll zudem Beleidigungen und Drohungen beinhaltet haben.

Den Brief fand Büttner in seinem Büro

Gegenüber der Jüdischen Allgemeinen bestätigte Büttner, dass der Brief an ihn gerichtet war und von ihm in seinem Büro aufgefunden wurde.

Herbeigerufene Spezialisten des Landeskriminalamtes untersuchten das Granulat aus dem Brief: Es scheint sich um eine ungefährliche Substanz zu handeln. Zugleich nahm das Landeskriminalamt weitere Ermittlungen wegen Beleidigungen und Bedrohung auf. Nun müssen Absender und Motivation festgestellt werden. Offen ist, ob der Brief mit dem Brandanschlag in Verbindung steht.

Lesen Sie auch

Büttner erklärte am Sonntag in einem Interview mit der Jüdischen Allgemeinen, er sei als Antisemitismusbeauftragter seit dem 7. Oktober 2023 vermehrt bedroht worden. 2024 hatten Unbekannte auf seinem Auto Hakenkreuze eingeritzt. Am Sonntag folgte der Brandanschlag, bei dem die Täter ein rotes Hamas-Dreieck auf seiner Haustür hinterließen. ja

Rom

Umgang mit Flottillen-Teilnehmern: Italienische Justiz ermittelt gegen Ben-Gvir

Auslöser der Ermittlungen sind Videos, die zeigen, wie israelfeindliche Aktivisten gedemütigt werden. Gegen Spanien und Österreich, wo es an Flughäfen zu Gewalt gegen Flottillen-Teilnehmer kam, geht Rom nicht vor

 09.06.2026

Justiz

Sexuelles Fehlverhalten: ICC-Chefankläger Karim Khan nach Untersuchungen suspendiert

Das Gericht hat nach einer 18-monatigen Untersuchung der Vorwürfe entschieden, dass Khan sich eines schweren Fehlverhaltens schuldig gemacht hat

 09.06.2026

New York

Trump: »Kompletter Sieg« über Irans Atomprogramm innerhalb von zwei Wochen

»Der Iran kann keine Atomwaffe haben. So einfach ist das«, sagt der amerikanische Präsident

 09.06.2026

Nahost

Stopp in letzter Minute

Medienberichte: US-Präsident Trump hielt Premier Netanjahu von größerem Iran-Angriff ab

 09.06.2026

Bremerhaven

Synagoge im Visier: Jahrelange Haft und Psychiatrie für Anschlagspläne

Ein perfider Plan, gefährliche Stoffe und eine Sprengstoffweste: Wie Ermittler zufällig auf brisante Chats stießen - und welche Konsequenzen die Vorbereitung eines Anschlags für die Angeklagten hat

 08.06.2026

Nahost

EU verschärft Sanktionen gegen Iran

Wegen Behinderungen des Schiffsverkehrs verschärft die EU ihre Maßnahmen gegen den Iran. Betroffen sind auch Verantwortliche, denen Drohungen vorgeworfen werden

 08.06.2026

Moringen

AfD-Kreisverband will Parteitag neben KZ-Gedenkstätte abhalten

In der Kleinstadt Moringen richteten die Nationalsozialisten drei Konzentrationslager ein. Eine Gedenkstätte erinnert an die damaligen Gräuel. In unmittelbarer Nähe davon plant ein AfD-Kreisverband seinen Parteitag. Ein Bündnis kündigt Proteste an

 08.06.2026

Interessenvertretung

Jüdische Lehrkräfte gründen eigenen Verband

Jüdische Perspektiven im Bildungswesen sichtbarer machen: Ein neuer Bundesverband vernetzt Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte und unterstützt sie im Umgang mit Antisemitismus

von Christoph Schmidt  08.06.2026

Handelsbeziehungen

Auch Großbritannien erwägt Importverbot für Siedlerwaren

140 Abgeordnete der regierenden Labour Party haben Außenministerin Yvette Cooper aufgefordert, die Einfuhr von Produkten aus israelischen Siedlungen im Westjordanland nach Großbritannien zu verbieten

von Michael Thaidigsmann  08.06.2026