Berlin

Anklage: Wegen Davidstern Messer gezogen

Staatsanwaltschaft Berlin Foto: picture alliance/dpa

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 29-jährigen Mann wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung aus mutmaßlich antisemitischen Motiven erhoben. Der Angeschuldigte soll am 20. Juni vergangenen Jahres im Berliner Gleisdreieckpark auf einen 60-Jährigen, der ein T-Shirt mit Davidstern sowie eine Kette mit Davidstern trug, losgegangen sein, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Unter anderem soll der Angreifer den Geschädigten als »Kindermörder« bezeichnet und ein Messer gezückt haben. Im weiteren Verlauf soll der 29-Jährige geäußert haben, den 60-Jährigen töten zu wollen, da er »Blut an den Händen« habe.

Polizisten ziehen Dienstwaffe

Wie eine Polizeisprecherin im Juni mitgeteilt hatte, bekam eine Polizistin außer Dienst den Vorfall mit. Daher habe sie schnell in der Nähe anwesende Polizeibeamte an den Tatort heranführen können. Die drei Polizeibeamten hätten sich dann laut Staatsanwaltschaft mit gezogenen Dienstwaffen zwischen den 29-Jährigen und sein Opfer gestellt, um eine Verletzung des 60-Jährigen zu verhindern.

Wegen der Umstände der Tat geht die Staatsanwaltschaft von einem antisemitischen Motiv aus. Ob der Geschädigte selbst jüdischen Glaubens ist, entzog sich der Kenntnis der Strafverfolgungsbehörde. Der Angreifer ist österreichischer Staatsbürger. Er habe sich bislang nicht zur Tat geäußert. epd

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