Houston

Jüdisches Gemeindezentrum nach Drohungen geschlossen

Foto: picture alliance / NurPhoto

Wegen möglicher Sicherheitsbedrohungen ist das Gelände der jüdischen Gemeinde Beth Israel in Houston am Mittwoch (Ortszeit) vorsorglich geschlossen worden. Betroffen war auch die Shlenker School, eine zur Gemeinde gehörende Gesamtschule. Der »Houston Chronicle« berichtete.

Nach Angaben der Organisation Jewish Federation of Greater Houston war die Entscheidung nach Hinweisen der Polizei von Houston getroffen worden. In einer Mitteilung hieß es, die Lage sei »dynamisch, andauernd und Gegenstand laufender Ermittlungen«.

Auch das FBI bestätigte, über Drohungen gegen bestimmte jüdische Einrichtungen in der Region informiert worden zu sein. Die Bundespolizei erklärte: »Das FBI reagiert auf solche Informationen umgehend gemeinsam mit unseren Partnerbehörden, sammelt Erkenntnisse und gibt sie weiter, sobald sie bekannt werden.«

Verdächtige Aktivitäten

Zugleich riefen die Ermittler die Bevölkerung dazu auf, wachsam zu bleiben und verdächtige Aktivitäten sofort zu melden.

Die Leitung der Schule teilte mit, die vorübergehende Schließung sei »aus reiner Vorsicht und nach Gesprächen mit den Behörden« erfolgt. Weitere Informationen sollten folgen.

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Auch die Gemeindeführung informierte Mitglieder per E-Mail über die Schließung. Darin hieß es: »Wir wissen, dass eine solche Nachricht beunruhigend sein kann. Sie sollten wissen, dass diese Entscheidung sorgfältig getroffen wurde, wobei Sicherheit oberste Priorität hatte.« Nach Angaben der Gemeinde waren Polizeikräfte vor Ort und überwachten das Gelände.

Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen

Trotz der Bedrohungslage sollten geplante Veranstaltungen zum Jom Haazmaut, dem israelischen Unabhängigkeitstag, wie vorgesehen stattfinden. Laut Federation werde dabei für verstärkte Sicherheitsmaßnahmen gesorgt.

Rabbiner Gideon Estes von der Gemeinde Or Ami sagte, er schätze die Wachsamkeit der Sicherheitskräfte. Zugleich seien die hohen Kosten für Schutzmaßnahmen für Synagogen eine Herausforderung. »Menschen wollen unserer Gemeinschaft Schaden zufügen, und das ist wirklich tragisch«, sagte Estes. Man müsse Beziehungen stärken, dürfe aber nicht in Angst leben.

Nach Angaben der Jewish Federation wurden in Houston seit August 2022 mehr als 275 sicherheitsrelevante Vorfälle gemeldet. Landesweit investieren jüdische Organisationen demnach jährlich mehr als 750 Millionen Dollar in den Schutz ihrer Einrichtungen. im

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