Berlin

Geplanter Terroranschlag auf Juden: Generalstaatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen 23-jährigen Syrer

Foto: Imanuel Marcus

Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat gegen einen
23-jährigen Syrer Anklage wegen Terrorverdachts erhoben. Ihm wird die
Vorbereitung eines islamistischen Terroranschlags in Berlin
vorgeworfen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Dienstag
mitteilte. Weitere Anklagepunkte sind Terrorismusfinanzierung und das
Verbreiten von Propaganda des Islamischen Staates.

Der 2023 in die Bundesrepublik eingereiste Syrer wurde am 1.
November vergangenen Jahres festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft, so die Staatsanwaltschaft. Ein im September 2024
ihm zuerkannter subsidiärer Schutz wurde im Januar 2026 durch das
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge widerrufen.

Ziel des geplanten Terroranschlags sollen laut Anklagebehörde vor
allem Berliner Jüdinnen und Juden sowie andere Nicht-Muslime gewesen
sein. Dafür soll sich der junge Mann auf Internetplattformen wie
Telegram und TikTok über den sogenannten Dschihad (Heiligen Krieg)
informiert haben.

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Zudem soll er sich mit einem unbekannt gebliebenen
Gesprächspartner über den geplanten Anschlag ausgetauscht haben. In
der Folge soll er im Internet diverse Gegenstände erworben haben, die
mutmaßlich zum Bau einer Spreng- und Brandvorrichtung geeignet sind.

Sein Plan war laut Staatsanwaltschaft, mit einem Messer zunächst
möglichst viele jüdische Personen und andere Nicht-Muslime tödlich
anzugreifen, um im weiteren Verlauf einen Selbstmordanschlag mit
einem Sprengstoffgürtel zu verüben.

Bei seiner Festnahme wurden bei dem Mann den Angaben zufolge
diverse Beweismittel sichergestellt. epd

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