Würzburg

Josef Schuster: Asylrecht ist für Juden nicht verhandelbar

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden Foto: picture alliance/dpa

Das Grundrecht auf Asyl ist für die jüdische Gemeinschaft nach Worten des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, nicht verhandelbar.

»Hätte es in den Dreißiger-Jahren ein Land mit einem solchen Asylrecht gegeben, wie wir es heute in der Bundesrepublik Deutschland kennen, dann wären nicht sechs Millionen Juden zum Opfer des Menschheitsverbrechens Schoa geworden«, sagte er in einem Grußwort vor dem in Würzburg tagenden bundesweiten evangelischen Kirchenparlament.

»Das muss uns allen immer klar sein, wenn wir über die Probleme von Migration sprechen«, so Schuster. Die Parlamentarier reagierten auf seine Worte mit lang anhaltendem Applaus.

Offene Debatte

Das Parlament der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die Synode, tagt bis Mittwoch in Würzburg. Selbstgewählter Schwerpunkt ist das Thema »Migration, Flucht und Menschenrechte«.

Schuster begrüßte diese Schwerpunktsetzung. »Das ist das Thema unserer Zeit, auf das es keine einfachen Antworten gibt, auch wenn uns das viele von den Rändern des politischen Spektrums so gerne weismachen wollen.« Der Präsident sagte, dass über die Schwierigkeiten von Integration und den Unterschied zwischen Einwanderung und Asyl offen debattiert werden müsse.

Auch über importierten Antisemitismus müsse geredet werden. »Das, was wir in den vergangenen Monaten in dieser Deutlichkeit auf deutschen Straßen, an Universitäten und vielen anderen Orten gesehen haben, muss uns sehr nachdenklich machen.« kna

Robert F. Kennedy Jr. spricht an einem Rednerpult vor einer Wand mit dem Schriftzug MAHA

USA

Kennedy verteidigt Rede über Araber und lobt Juden

Der US-Gesundheitsminister weist Rassismusvorwürfe zurück und fragt, warum die Welt Juden hasse und Islamisten umarme

 01.11.2026

Mehrere Männer bei einer Pressekonferenz der Polizei in Frankfurt, einer spricht in ein Mikrofon

Nach Eskalation

Einsatzleiter: Neue Gewalt-Dimension nach Demo in Frankfurt

Der Einsatzleiter der Polizei berichtet von einer »neuen Dimension der Gewalt«: Aus dem Pro-Palästina-Spektrum heraus sei es zu »immer massiveren Störungen und Angriffen auf Polizeikräfte« gekommen

 01.11.2026

Berlin

SPD-Prominente warnen vor Koalition mit der Berliner Linken

In einem offenen Brief sprechen sich Karl Lauterbach, Sigmar Gabriel, Franziska Giffey und Hunderte weitere Sozialdemokraten gegen Rot-Grün-Rot aus – vor allem wegen des Umgangs der Linken mit Antisemitismus

 01.11.2026

Mohsen Rezaei wirft bei einer Wahl im Iran seinen Stimmzettel in eine Urne

Iran-Krieg

Iran knüpft Gespräche mit den USA an sieben Bedingungen

Teheran stellt weiter Maximalforderungen für eine diplomatische Lösung des Konflikts mit den USA. Im erneuten Kriegsfall droht Teheran mit dem Einsatz neuartiger Waffen

 01.11.2026

Annegret Kramp-Karrenbauer spricht bei der Kiel Security Conference

Antisemitismus in Deutschland

Kramp-Karrenbauer warnt vor Bündnissen mit Linken oder AfD

In Berlin hat die Linke die Wahl gewonnen, in Sachsen-Anhalt die AfD. Die frühere CDU-Chefin meint, das Leben vieler Menschen würde sich massiv verändern, wenn diese die Regierung übernähmen

 01.11.2026

Elif Eralp reißt beim Landesparteitag der Linken in Berlin einen Blumenstrauß in die Höhe

Regierungsbildung in Berlin

Koalitionsgespräche von Rot-Grün-Rot in Berlin vor dem Start

Trotz bundesweiter Kontroversen hat die Berliner Linke Koalitionsverhandlungen mit SPD und Grünen zugestimmt. Nach dem Wochenende geht es los

 01.11.2026

Überwachungskameras an der Fassade der Synagoge in Hagen, links ein Davidstern

Antisemitismus

Judenfeindliche Straftaten mit islamistischem Motiv auf Rekordniveau

Seit 2023 steigen die Zahlen rasant an. Behörden in Deutschland registrieren immer mehr antisemitische Straftaten. Viele haben einen islamistischen Hintergrund

 01.11.2026

Vanessa Emde zwischen Teilnehmern einer Kundgebung vor dem Linke-Parteitag in Berlin

Regierungsbildung in Berlin

Linker Protest gegen Linke-Führung – Abgeordnete Emde dabei

Vanessa Emde steht wegen ihrer israelfeindlichen Positionen in der Kritik und könnte aus der Berliner Linksfraktion ausgeschlossen werden. Nun taucht sie auf einer Kundgebung am Parteitagsort auf

 01.11.2026

Als Batman verkleidete Person vor brennender Mülltonne in Frankfurt

Gewalt eskaliert

Krawalle und Plünderungen in Frankfurt

Nachdem die Polizei eine zunächst friedliche Demonstration junger Menschen auflöst, eskaliert die Lage auf der Zeil – in der Menge waren auch »Viva Palästina«-Rufe zu hören

 01.11.2026