Meinung

Jetzt wird ausgemustert

Nun hat auch die CDU zugestimmt: Die Wehrpflicht wird ausgesetzt, die Bundeswehr verkleinert, und so ganz nebenbei entsteht eine moderne Armee für das 21. Jahrhundert. Galt aber nicht in den vergangenen Jahrzehnten gerade die jetzt »ausgesetzte« Wehrpflicht als eine der Lehren, die Nachkriegsdeutschland aus Nationalsozialismus und Wehrmachtskrieg gezogen hat? Sollte nicht in der Armee immer auch die Gesellschaft präsent sein? Dann wäre der »Staatsbürger in Uniform« jetzt auch ausgemustert worden. Und die Bundeswehr glaubte womöglich, sie habe den ganzen Demokratiekram nicht mehr nötig. Das gesamte »Innere Gewürge«, wie die alten Wehrmachtsgeneräle in Bundeswehruniformen das Reformkonzept der »Inneren Führung« abkanzelten, wäre perdu. Und bald gäbe es wieder einen Generalstab mit einem Oberkommando aus lauter Lamettaträgern? Nein, keine Sorge! Die Wahrheit lautet: Die Wehrpflichtigen hatten in über 50 Jahren Bundeswehr außer »Jawoll« ohnehin nie etwas zu sagen. Vielmehr verdankt die Bundeswehr ihre Zivilisierung der demokratischen Gesellschaft. Und nun haben so viele junge Männer keine Lust mehr auf den Dienst, dass die Wehrpflicht nicht zu halten war. Stellt euch vor: Es gab mal eine Bundeswehr. Und keiner ging mehr hin!

Steffen Krach, SPD-Spitzenkandidat bei der Abgeordnetenhauswahl 2026

Berlin

SPD-Vorstand beschließt Mitgliedervotum zu Koalitionsvertrag

Noch haben die Koalitionsverhandlungen in Berlin nicht begonnen. Klar ist aber schon, dass die Basis der drei potenziellen Regierungspartner eng eingebunden werden soll

 30.10.2026

Friedens-Mission

Woidke lobt Pferdetreck nach Jerusalem als Friedenszeichen

Sechs Monate und mehr als 3.500 Kilometer Reise durch acht Länder: Der Friedenstreck nach Jerusalem im vergangenen Jahr musste viele Hindernisse überwinden

 30.10.2026

Meinung

Elif Eralp und der »Spiegel«: Alles nur eine böse rechte Kampagne!

Die Spitzenkandidatin der Linken in Berlin offenbart aus Versehen ihre Angst vor dem Umfeld der eigenen Partei – und entlarvt den Vorwurf, Opfer einer Kampagne zu sein

von Wiebke Hollersen  30.10.2026

Iran-Krieg

Katarische Unterhändler in Teheran zu Gesprächen

Inmitten von Spannungen und Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus mehren sich diese Woche diplomatische Besuche im Iran. Jetzt sind Vertreter aus Katar eingetroffen

 30.10.2026

Wahl in Israel

Josef Schuster: Regierungswechsel in Israel könnte förderlich sein

Äußerungen rechtsradikaler Minister in Israel sind nicht akzeptabel, sagt der Präsident des Zentralrats der Juden. Was ein möglicher Regierungswechsel im Land für die deutsch-israelischen Beziehungen bedeuten könnte

von Leticia Witte  30.10.2026

SPIEGEL-Affäre

Eralp zu Angst-Eingeständnis: Nehme Rat von Behörden ernst

Mit schriftlichen Anmerkungen zu einem Interview sorgt die Berliner Linken-Frontfrau für Aufsehen. Nun bezieht sie selbst Stellung - und führt ihr Handeln auf den Rat der Sicherheitsbehörden zurück

 30.10.2026

Berlin

Thorsten Frei fordert Abbruch der Koalitionsverhandlungen mit Linken

»Wer in den eigenen Reihen die Zusammenarbeit mit Hamas-Sympathisanten duldet, kann nicht glaubwürdig Verantwortung für die Sicherheit von Millionen Berlinern übernehmen«, so der Fraktionschef der Bundestagsunion

 30.10.2026

Debatte

Nach Eralp-Veröffentlichung: Jetzt meldet sich der »Spiegel« zu Wort

 30.10.2026

Rheinland-Pfalz

CDU, SPD und Grüne fordern Schulterschluss gegen Antisemitismus

Nachdem in einem Brief an die Jüdische Gemeinde Speyer gedroht wurde, die Synagoge in die Luft zu sprengen, wollten die Fraktionen ein Zeichen setzen

 30.10.2026