Sicherheit

Israel verschärft Schutz für Botschaften

Die israelische Botschaft in Berlin Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Nach Hinweisen auf konkrete Anschlagspläne hat Israel die Sicherheitsmaßnahmen für seine diplomatischen Vertretungen rund um den Globus deutlich ausgeweitet. Der Inlandsgeheimdienst Shin Bet und das Außenministerium erklärten laut israelischen Zeitungen am Freitag in Jerusalem, Einrichtungen und Vertreter im Ausland stünden derzeit verstärkt im Fokus möglicher Angriffe.

Auch Israelis außerhalb des Landes seien potenziell gefährdet. Bereits zuvor hatte der Nationale Sicherheitsrat gewarnt, es gebe eine »konkrete Sorge«, dass Terroristen derzeit versuchen könnten, Israelis sowie jüdische Einrichtungen weltweit anzugreifen.

Im Zuge der neuen Sicherheitslage wurden nach Angaben der Behörden Schutzkonzepte für Botschaften und andere diplomatische Missionen überprüft und erweitert. Dazu gehören zusätzliche Trainings für Sicherheitspersonal, neue Verfahren für den Umgang mit Extremfällen sowie aktualisierte Evakuierungspläne.

Verstärkter Einsatz

Zudem arbeitet Israel enger mit den Sicherheitsbehörden der jeweiligen Gastländer zusammen. Auch technische Systeme zur Überwachung und zur frühzeitigen Erkennung möglicher Bedrohungen wurden verstärkt eingesetzt.

Neben sichtbaren Sicherheitsvorkehrungen wurden auch verdeckte Maßnahmen ausgebaut. Diplomaten, Delegationen und Einrichtungen Israels im Ausland sollen damit besser geschützt werden.

Lesen Sie auch

Die Maßnahmen konzentrieren sich besonders auf Regionen mit erhöhtem Risiko, darunter Teile Europas, des Nahen Ostens und Afrikas. Auch Orte mit vielen israelischen Reisenden oder Geschäftsleuten stehen stärker im Blick wie internationale Flughäfen, an denen israelische Airlines aktiv sind.

Vereitelter Anschlag

Das Außenministerium in Jerusalem erklärte, man unterstütze Israelis im Ausland weiterhin konsularisch, wo immer dies notwendig sei.

Parallel dazu meldeten Sicherheitsbehörden in Aserbaidschan, sie hätten einen Anschlagsplan vereitelt. Berichten zufolge sollten mehrere Ziele angegriffen werden, darunter die israelische Botschaft in Baku, eine Synagoge sowie ein führendes Mitglied der Gemeinde der Bergjuden.

Örtlichen Medien zufolge werde der Plan den iranischen Revolutionsgarden zugeschrieben. Ziel sei gewesen, Unruhe zu stiften und dem internationalen Ruf Aserbaidschans zu schaden. Sicherheitskräfte hätten im Zusammenhang mit dem Vorhaben drei Sprengsätze entdeckt und unschädlich gemacht.

Zu den möglichen Zielen gehörte demnach auch die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline, eine wichtige Energieverbindung in der Region. Die Warnungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Spannungen seit Beginn der israelischen Militäroperation »Roaring Lion« und dem amerikanischen Pendant »Epic Fury«. im

The OpenAI logo is displayed on a mobile phone screen in this photo illustration, as artificial intelligence tools continue to expand across consumer and business applications in Brussels, Belgium, on February 28, 2026. (Photo by Jonathan Raa/NurPhoto)

Meinung

KI: Wie die Welt einmal untergehen könnte

Der Kontrollverlust der Softwarefirma OpenAI über ihr neuestes Modell macht erneut die Notwendigkeit deutlich, KI-Technologie stärker zu regulieren. Dabei geht es um nicht weniger als die Zukunft der Menschheit

von Joshua Schultheis  28.07.2026

Dresden

Petition wirft AfD Missbrauch der Marke Simson vor

Die Traditionsmarke Simson steht für eine erfolgreiche Firmengeschichte. Die AfD nutzt das positive Image, das stößt auf Widerstand

 28.07.2026

Terror

Nach dem CSD-Anschlag: Wo Berlin trauert

Blumen, Botschaften und Regenbogenflaggen: Im Berliner Tiergarten suchen Menschen Trost am Ort des Terroranschlags. Was ein Notfallseelsorger erzählt

 28.07.2026

Berlin

Bekennervideo des mutmaßlichen CSD-Attentäters auf Mobiltelefon entdeckt

Was ist in der Aufnahme zu sehen?

 28.07.2026

Meinung

Wir müssen darüber sprechen, was der Terror mit dem Islam zu tun hat

Die islamistische Ideologie muss endlich als solche benannt werden – auch weil Muslime zu den ersten Opfern der Terroristen gehören

von Ali Ertan Toprak  28.07.2026

München

Deutsche Post will Davidstern-Briefmarke doch drucken

Die Poste lehnte eine Briefmarke mit einem Davidstern und dem Schriftzug »Antisemitismus – ohne mich!« erst ab. Nach Kritik hat sie sich nun umentschieden

 28.07.2026 Aktualisiert

Washington D.C./Rom

USA kündigen weitere Gespräche zwischen Israel und Libanon in Rom an

Nach jahrzehntelangem Kriegszustand gab es zuletzt Annäherungsversuche zwischen Jerusalem und der libanesischen Regierung. Die USA als Vermittler setzen vor allem auf den Erfolg sogenannter Pilotzonen

 28.07.2026

Washington D.C.

Trump weist Netanjahus Kritik an möglichem F-35-Verkauf an die Türkei zurück

»Niemand schreibt mir vor, was wir verkaufen sollen«, sagt der amerikanische Präsident vor seinem Treffen mit Benjamin Netanjahu

 28.07.2026

Berlin

Ahmad Mansour: Müssen schneller sein als Islamisten

Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD fordert der Psychologe und Extremismus-Experte umfassende Präventionskonzepte gegen Radikalisierung. Einen Vorschlag des Bundesinnenministers sieht er allerdings kritisch

 28.07.2026