Sicherheit

Israel sieht erhöhte Anschlagsgefahr für seine Bürger im Ausland

El Al holt seit gestern gestrandete Israelis aus aller Welt zurück. Foto: copyright (c) Flash90 2026

Israel warnt seine Bürger angesichts der angespannten Sicherheitslage in der Region vor Anschlägen im Ausland. Seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran habe sich die Gefahr erhöht, die von Einzeltätern sowie von iranischen Behörden ausgehe, mahnte der Nationale Sicherheitsrat. In den vergangenen Tagen seien geplante Terrorangriffe auf Israelis vereitelt worden. Details dazu wurden zunächst nicht genannt. Tausende Israelis sind derzeit im Ausland gestrandet.

Im Fokus stehen den Angaben zufolge israelische und jüdische Ziele weltweit - vor allem aber in Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Bahrain, die der Iran derzeit als Reaktion auf die israelische-amerikanischen Angriffe attackiert. Israelis sollen bis auf weiteres Flüge mit einem Umstieg in den VAE vermeiden und alle Bürger, die sich dort aufhalten, nach Israel zurückzukehren, wie der Nationale Sicherheitsrat weiter mitteilte. Israelischen Medien zufolge befinden sich derzeit noch Tausende Israelis in dem Golfstaat.

Die »Times of Israel« berichtete unter Berufung auf einen israelischen Beamten von zwei versuchten iranischen Anschlägen auf israelische Diplomaten in den VAE.

Lesen Sie auch

Der Nationale Sicherheitsrat empfahl Israelis im Ausland zudem, jüdische sowie israelische Symbole nicht sichtbar in der Öffentlichkeit tragen und den Besuch von Synagogen sowie anderen jüdische Einrichtungen zu vermeiden.

Laut Medienberichten waren mit Kriegsbeginn rund 100.000 Israelis im Ausland gestrandet. Inzwischen konnten die ersten Menschen mit Sonderflügen zurückkehren. Nach Beginn des Kriegs am Samstag hatte Israel zunächst seinen Luftraum für zivile Flugzeuge gesperrt.

Die VAE waren 2020 der erste Golfstaat, der mit Israel diplomatische Beziehungen aufnahm. Grundlage dafür waren die von den USA vermittelten sogenannten Abraham-Abkommen, die kurze Zeit später auch der Golfstaat Bahrain unterzeichnete. dpa

Israel

Herzog ruft Israels Politiker zu Kompromissbereitschaft auf

Der Präsident mahnt die Parteichefs zur Flexibilität bei den Koalitionsgesprächen und warnt vor Neuwahlen. Am Mittwoch beginnen die Beratungen in seinem Amtssitz

 01.11.2026

Regierungsbildung

Israels Oppositionschefs treffen sich zu Gesprächen

Avigdor Liberman soll sich mit Gadi Eisenkot getroffen haben, Yair Golan sprach mit der Gemeinsamen Liste. Der Likud schließt unterdessen eine Rotation im Amt des Ministerpräsidenten aus

 01.11.2026

Gadi Eisenkot spricht in der Wahlnacht vor Anhängern

Regierungsbildung in Israel

Eisenkot nennt vier Bedingungen für mögliche Koalitionspartner

Der Yashar-Chef will die neue Knesset-Mehrheit rasch nutzen und lädt jeden Abgeordneten zur Zusammenarbeit ein, der seine Grundsätze akzeptiert

 01.11.2026

Jair Golan, Vorsitzender der Demokraten in Israel, im Porträt

Nahost

Opposition warnt vor neuem Krieg mit Iran unter Netanjahu

Angesichts wachsender Spannungen mit dem Iran stellt ein führender Oppositionspolitiker die politische Legitimation Netanjahus für eine neue militärische Auseinandersetzung infrage

 01.11.2026

Isaac Herzog spricht beim Weltwirtschaftsforum in Davos

Regierungsbildung

Israels Präsident kündigt Gespräche zur Regierungsbildung an

Keines der politischen Lager in Israel erreicht die erforderliche Mehrheit von 61 Sitzen. Nun liegt die Initiative bei Präsident Herzog. Wer erhält den ersten Auftrag zur Regierungsbildung?

 01.11.2026

Jerusalem

Wahlsieger ohne Mehrheit

Das endgültige Wahlergebnis liegt vor. Benjamin Netanjahus Likud hat mehr Sitze als alle anderen Parteien. Nützt ihm das etwas?

 30.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will Wehrpflichtgesetz und Untersuchung zum 7. Oktober vorantreiben

Der Vorsitzende der zentristischen Partei Yashar erklärt, er arbeite bereits an entsprechenden Gesetzesvorlagen. Ob er wirklich eine Regierung bilden kann, bleibt aber unklar

 30.10.2026

Umfrage

Mehrheit der Oppositionswähler befürwortet Regierungskoalition mit arabischer Partei

Befragt wurden Anhänger von Yashar, B’Yachad, der Demokraten sowie Yisrael Beitenu. Was denken diese Wähler?

 30.10.2026

Natur

Gefährliche Ameise

Die invasive Afrikanische Großkopfameise breitet sich schnell aus und kann Ökosysteme sowie die Landwirtschaft schädigen – jetzt wurde sie in Haifa gefunden

von Sabine Brandes  29.10.2026