Lod

Israelischer Luftraum und Ben-Gurion-Flughafen werden für Rückholaktion geöffnet

Foto: copyright (c) Flash90 2013

Alle regulären Passagierflüge von und nach Israel sind weiterhin gestrichen. Wie die israelische Gesellschaft El Al mitteilte, gilt die Maßnahme zunächst bis Donnerstagfrüh um 2:00 Uhr. Eine Verlängerung des generellen Flugverbots aufgrund des amerikanisch-israelischen gegen das iranische Regime ist möglich.

Da die zuständigen Behörden jedoch eine schrittweise Öffnung des israelischen Luftraumes und des zwischen Tel Aviv und Lod befindlichen Ben-Gurion-Flughafens angekündigt haben, beginnt El Al, eine Rückholaktion für im Ausland gestrandete Passagiere umzusetzen. Sogenannte Recovery-Flüge sollen etwa 100.000 Betroffene nach Israel zurückbringen.

Die Heimflüge werden gestaffelt organisiert, da für Landungen in Tel Aviv weiterhin Einschränkungen gelten. Der Fluglinie zufolge werden zunächst Passagiere aus den folgenden europäischen Städten zurückgeholt: Amsterdam, Athen, Barcelona, Budapest, Genf, Larnaca, London, Madrid, Mailand, München, Paris, Rom, Sofia, Tblisi, Warschau und Zürich. Hinzu kommen Reisende aus Bangkok, Phuket, Los Angeles, Miami und New York.

Bestehende Buchungen

Nach Angaben von El Al richtet sich die Reihenfolge der Umbuchungen grundsätzlich nach dem ursprünglichen Abflugdatum. Der Ticketverkauf für Abflüge bis zum 21. März bleibt vorerst geschlossen. Damit soll sichergestellt werden, dass zunächst alle Passagiere mit bereits bestehenden Buchungen zurückgebracht werden können.

Reisende mit gültigem Ticket werden automatisch neu eingeplant und direkt über ihre aktualisierten Abflugzeiten informiert. Die Airline betont, dass das Servicecenter keine individuelle Platzvergabe vornimmt. El-Al-Kunden werden gebeten, ihre Kontaktdaten im Bereich »Manage Booking« auf der Internetseite zu aktualisieren, damit sie alle Mitteilungen empfangen können.

Wer in seiner Buchung eine Flugnummer mit der Kennung »LY7XXX« findet, müsse nichts unternehmen, hieß es. Dabei handele es sich um eine technische Zwischenregistrierung, mit der der Platz im System gesichert werde. Die endgültigen Flugdaten würden anschließend automatisch übermittelt.

Härtefälle mit Begleitpersonen

Mit der Wiederaufnahme des eingeschränkten Flugbetriebs eröffnet El Al zudem ein Verfahren für besondere Härtefälle. Über ein spezielles Formular können Anträge gestellt werden, wenn dringende medizinische Behandlungen oder Operationen in Israel notwendig sind oder wenn sich eine Schwangere jenseits der 32. Woche befindet und eine Rückkehr daher schnell erfolgen muss.

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Voraussetzung ist ein aktuelles ärztliches Attest, das nicht älter als einen Monat sein darf und den medizinischen Sachverhalt bestätigt. Pro Antrag kann eine Begleitperson berücksichtigt werden. Das Unternehmen weist allerdings darauf hin, dass das Ausfüllen des Formulars noch keine automatische Flugzuteilung bedeutet.

Wann der reguläre Flugbetrieb in Israel vollständig wieder aufgenommen werden kann, ist weiterhin offen. Die Antwort auf diese Frage hängt offensichtlich von der Operation gegen den Iran ab. Die Fähigkeit des Teheraner Regimes, Raketen auf Israel abzufeuern, wurde nach Angaben von Militärs bereits herabgesetzt.

Weitere <strong>Lufträume gesperrt</strong>

Auch andernorts dauern die Sperrungen im Luftverkehr an. Die irakische Zivilluftfahrtbehörde kündigte an, der Luftraum bleibe bis Samstag geschlossen. Auch die Lufträume von Bahrain, Kuwait und Katar sind nach Angaben von vor Ort weiterhin gesperrt.

Die staatliche Fluggesellschaft Qatar Airways erklärte, am Freitag ein weiteres Update zur Lage veröffentlichen zu wollen. Die Regierung in Doha hatte zuvor mitgeteilt, dass mehr als 8000 Menschen im Land festsitzen.

Der internationale Flughafen von Kuwait wurde am Samstag bereits Ziel eines Drohnenangriffs. Dabei wurden mehrere Beschäftigte leicht verletzt, zudem entstanden Schäden an einem der Passagierterminals.

Westliche Linien

Jordanien hatte seinen Luftraum am Dienstag nach einer kurzen Sperrung wieder freigegeben. Die Flughäfen in Saudi-Arabien und Oman sind zwar geöffnet, allerdings kommt es wegen der Sperrungen in Nachbarländern weiterhin zu Beeinträchtigungen im Flugverkehr. 

Die Vereinigten Arabischen Emirate nahmen nach einer vorübergehenden Aussetzung den Flugverkehr in begrenztem Umfang wieder auf, um gestrandeten Passagieren die Ausreise zu ermöglichen. Am Mittag kündigte die emiratische Fluggesellschaft Emirates an, alle planmäßigen Flüge von und nach Dubai aufgrund von Luftraumsperrungen in der Region bis Samstagnacht auszusetzen. Ein begrenzter Flugplan bleibe aber bestehen.

Westliche Fluglinien wie Lufthansa und KLM fliegen bis zum Wochenende nicht in den Nahen Osten. Auch diese Sicherheitsmaßnahme könnte je nach Lage verlängert werden. im (mit dpa)

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