Infrastruktur

Israel bekommt zwei neue internationale Flughäfen

Der Ben-Gurion-Flughafen platzt aus allen Nähten. Nun sollen weitere internationale Airports gebaut werden. Foto: copyright (c) Flash90 2025

Die israelische Regierung hat den Bau eines neuen internationalen Flughafens im Süden des Landes beschlossen. Als Standort wurde das Gebiet Ziklag im Negev festgelegt. Parallel soll laut »The Jerusalem Post« auch im Norden bei Ramat David ein weiterer internationaler Flughafen entstehen. Hintergrund ist die wachsende Überlastung des Ben-Gurion-Flughafens bei Tel Aviv.

Nach Angaben der Regierung nähert sich der wichtigste Airport des Landes seiner Kapazitätsgrenze von rund 40 Millionen Passagieren pro Jahr. Ohne zusätzliche zivile Großflughäfen drohe mittelfristig eine Luftverkehrskrise mit zu wenigen Flugverbindungen und steigenden Ticketpreisen. Die neuen Standorte sollen zugleich wirtschaftliche Impulse für strukturschwächere Regionen setzen und Arbeitsplätze schaffen.

Das Kabinett beschloss laut Bericht, die Planungen für den südlichen Flughafen zu beschleunigen, damit beide Projekte möglichst zeitgleich vorangetrieben werden können. Beide Flughäfen seien auch von strategischer Bedeutung, etwa für Krisen- und Notfallszenarien, so die Regierung unter Verweis auf jüngste militärische Erfahrungen.

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Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einem zentralen Infrastrukturprojekt im Rahmen einer langfristigen nationalen Entwicklungsstrategie. »Das ist Teil unserer Vision, den Negev zu entwickeln und die Peripherie zu stärken«, sagte er. Staatliche Investitionen sollten mit privatem Engagement kombiniert werden, um der steigenden Nachfrage durch Touristen und israelische Reisende gerecht zu werden.

Verkehrsministerin Miri Regev bezeichnete den Aufbau zweier internationaler Flughäfen als »dringende nationale, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Notwendigkeit«. Finanzminister Bezalel Smotrich kündigte an, die erforderlichen Mittel bereitzustellen.

Vor der Entscheidung hatte es in Nordisrael Proteste gegen den geplanten Flughafen bei Ramat David gegeben. Kritiker warnen vor Schäden an landwirtschaftlichen Flächen, Umwelt und öffentlicher Gesundheit und forderten, den Ausbau auf den Süden zu beschränken.

Die Wahl des Standorts Ziklag beendete eine längere Debatte, in der auch Nevatim im Gespräch war. Ziklag war zunächst wegen seiner Nähe zur Gaza-Grenze und militärischer Flugrouten verworfen worden, doch das Verteidigungsestablishment bewertete die Sicherheitsrisiken letztlich als vertretbar. Experten aus der Luftfahrtbranche warnen dennoch vor möglichen logistischen Herausforderungen, etwa für die Flugsicherung. im

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