New York

Irans Präsident trifft israelischen Professor in New York

Präsident Massud Peseschkian am Mittwoch in New York Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Irans Präsident Massud Peseschkian hat bei seinem Besuch in New York überraschend einen israelischen Professor getroffen. Lior Sternfeld, Forscher an der Pennsylvania State University, bestätigte dies der Deutschen Presse-Agentur die Begegnung in den USA.

»Das Treffen war interessant, und ich hoffe, dass der iranische Präsident in der Lage sein wird, den Iran zu einer konstruktiven Rolle bei der Befriedung des Nahen Ostens zu führen«, teilte der israelische Professor mit. Das Gespräch erfolgte demnach im Rahmen eines interreligiösen Dialogs. Iranische Medien veröffentlichten Fotos der Veranstaltung.

Seit der Revolution von 1979 gilt Israel als Erzfeind der Islamischen Republik. Kontakte mit israelischen Staatsbürgern können im Iran teils Spionagevorwürfe nach sich ziehen. Irans Sportverbände etwa untersagen es ihren Mitgliedern, gegen Israelis anzutreten.

Keine Normalisierung

Neben der Feindschaft auf politischer Ebene haben die meisten Iranerinnen und Iraner jedoch kein Problem mit Israelis. In Teheran ist zudem mit zahlreichen Synagogen die größte jüdische Gemeinschaft außerhalb Israels im Nahen Osten zu Hause.

Nach Ausbruch des Gaza-Kriegs vor nun fast einem Jahr drohte der Konflikt zwischen Israel und der Islamischen Republik mehrfach zu eskalieren. Peseschkian hatte im Wahlkampf angekündigt, bessere Beziehungen mit dem Westen anzustreben. Normalisierungen mit Israel lehnt jedoch auch er ab.

Sternfeld, der sich als Historiker intensiv mit dem Judentum im Iran beschäftigt, hatte in den vergangenen Monaten kritische Artikel über Israels Kriegsführung geschrieben. dpa

Berlin

Mutmaßlicher Hamas-Waffenschmuggler festgenommen

Bei seiner Ankunft aus Beirut ist ein Mann am Flughafen BER verhaftet worden. Er soll der Hamas angehören und Munition für Anschläge beschafft haben

 24.01.2026

Leipzig

Extremismusverdacht gegen sächsische Beamtin und BSW-Mitarbeiterin

Die Landesdirektion will die Vorwürfe im Fall ihrer hochrangigen Mitarbeiterin prüfen. »Gegebenenfalls werden weitere Schritte eingeleitet«, sagt ein Sprecher

 23.01.2026

Stuttgart

Holocaust-Überlebende kritisiert ARD-Spitze

Eva Umlauf bezeichnet den Umgang mit dem Film »Führer und Verführer« als »Skandal und Schande«. Programmdirektorin Christine Strobl reagiert

 23.01.2026 Aktualisiert

Saarland

Religiöses Bündnis will Gottesbezug in Saar-Verfassung

Beteiligt ist auch die Synagogengemeinde Saar

 23.01.2026

Teheran

Aktivisten verifizieren 5000 Tote bei Irans Massenprotesten

Aktivisten arbeiten weiter daran, die zahlreichen Angaben zu Todesopfern der Proteste zu überprüfen. Derweil dementiert das Regime Statements von US-Präsdident Trump, wonach Irans Justiz Hinrichtungen von Demonstranten stoppte

 23.01.2026

Justiz

Ehemaliger Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Berlin verurteilt

Das Amtsgericht Tiergarten verurteilte den Angeklagten wegen eines sexuellen Übergriffs und sexueller Nötigung zu 10 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung

 23.01.2026

Medien

Sophie von der Tann für Grimme-Preis nominiert

Die ebenso umstrittene wie vielfach kritisierte ARD-Journalistin Sophie von der Tann führt die Liste der Nominierungen für den Grimme-Preis an

von Jana Ballweber  23.01.2026 Aktualisiert

Vetschau/Spreewald

Sellner-Vortrag in Brandenburg trotz Ärger in AfD

Ein Autohaus an der Autobahn mit Medienauflauf: Der österreichische Rechtsextremist hält einen Vortrag über Remigration. Nach Knatsch in der AfD ist die Landtagsabgeordnete Kotré nur Gast statt Gastgeberin

von Marc-Oliver von Riegen  23.01.2026

Davos/Washington D.C.

Trump: Marine-Armada nähert sich dem Iran

»Wir haben viele Schiffe, die in diese Richtung fahren, nur für den Fall«, sagt der Präsident

 23.01.2026