Irans Oberster Führer Modschtaba Khamenei hat den Ausgang des Krieges mit den Vereinigten Staaten als Erfolg für die Islamische Republik dargestellt. In einer Botschaft zum Jahrestag des Todes von Revolutionsführer Ruhollah Khomeini erklärte er, die iranischen Streitkräfte hätten dem Gegner eine entscheidende Niederlage zugefügt. Amerikanische und israelische Medien berichteten.
Vor Anhängern des Regimes ließ Khamenei erklären, der »böswillige Feind« sei sowohl militärisch als auch in der öffentlichen Wahrnehmung gedemütigt worden. »Ich sage der lieben iranischen Nation, dass der böswillige Feind nun eine tiefgreifende und bedeutende Demütigung erlebt – sowohl auf dem militärischen Schlachtfeld als auch in der öffentlichen Arena – und sich nun auf Täuschungsmanöver konzentriert.«
Beobachter werten die Darstellung als möglichen Versuch, die Bevölkerung auf eine bevorstehende politische Einigung mit den USA einzustimmen. Gleichzeitig rief Khamenei die Iraner zur Geschlossenheit auf und warnte vor inneren Spannungen.
»Garnison namens Israel«
In seiner Erklärung griff der neue Revolutionsführer auch Israel scharf an. Das von ihm als »System der Vorherrschaft« bezeichnete Bündnis westlicher Staaten habe vor fast 80 Jahren »eine Garnison namens Israel« geschaffen und könne die Existenz eines starken und unabhängigen Iran nicht akzeptieren.
Khamenei warf den Gegnern seines Landes vor, nach dem militärischen Konflikt nun auf psychologische Mittel zu setzen. »Nachdem der Iran den Feind zurückschlagen konnte, der auf dem Schlachtfeld besiegt wurde, versucht er nun, die Widerstandskraft des iranischen Volkes zu untergraben und Zwietracht zu säen.«
Die Bevölkerung müsse daher »die finsteren Pläne des Feindes durch Standhaftigkeit, Wachsamkeit, die Bewahrung von Einheit und Zusammenhalt und die Aufrechterhaltung gegenseitigen Vertrauens neutralisieren«. Auch Regierungsvertreter forderte er auf, diese Linie zu unterstützen. Handlungen, die Pessimismus oder Entmutigung in der Bevölkerung auslösten, seien als Unterstützung des Gegners zu betrachten.
Kein öffentlicher Auftritt
Das iranische Regime droht Israel seit Jahren mit Vernichtung, unterstützt zu diesem Zweck Terrororganisationen wie Hamas und Hisbollah und versucht nach Ansicht der westlichen Welt, Atombomben zu bauen. Auch schlägt die Teheraner Führung Proteste im eigenen Land brutal nieder und richtet Demonstranten hin.
Seit Beginn des Krieges ist Khamenei nicht öffentlich aufgetreten. Mehrere amerikanische Medien berichteten unter Berufung auf iranische Quellen, er habe bei Angriffen schwere Verletzungen erlitten und sich mehreren Operationen unterziehen müssen. Demnach soll er zudem unter schweren Verbrennungen leiden. Offizielle Bestätigungen aus Teheran gibt es dafür bislang nicht. im