Incirlik

Iranische Rakete auf NATO-Stützpunkt in der Türkei abgefeuert

Die Luftwaffenbasis im türkischen Incirlik Foto: picture alliance / Anadolu

Der Krieg zwischen Iran und seinen Gegnern weitet sich zunehmend auf weitere Länder der Region aus. Laut türkischen Medienberichten wurde am Freitag eine iranische Rakete auf den NATO-Luftwaffenstützpunkt Incirlik im Süden der Türkei abgefeuert. Sirenen seien auf dem Gelände ausgelöst worden, berichteten Zeitungen. Eine offizielle Stellungnahme der NATO lag zunächst nicht vor.

Der Stützpunkt gilt als wichtiger militärischer Knotenpunkt der Allianz im Nahen Osten. In den vergangenen Tagen hatten die Luftabwehrsysteme der NATO bereits mehrere ballistische Raketen abgefangen, die auf türkisches Gebiet gerichtet gewesen sein sollen.

Als Reaktion auf die wachsende Bedrohung aus dem Iran verstärkt die Allianz derzeit ihre Luftverteidigung in der Region. Die Türkei hatte Anfang der Woche mitgeteilt, dass ein amerikanisches Patriot-System nahe der Provinz Malatya stationiert worden sei. In der Region befindet sich auch die NATO-Radarstation Kürecik, deren Sensoren unter anderem dazu dienen, Raketenstarts frühzeitig zu erkennen.

Lesen Sie auch

Parallel dazu kam es erneut zu Angriffen auf Staaten am Persischen Golf. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Saudi-Arabien wurden mehrere feindliche Drohnen abgefangen, die sich dem Land näherten. Eine der Drohnen soll auf das Diplomatenviertel in der Hauptstadt gezielt haben, während weitere Fluggeräte über dem Gouvernement Al-Kharj zerstört wurden.

Seit Beginn der militärischen Operation gegen Iran sieht sich Saudi-Arabien nach eigenen Angaben regelmäßig Angriffen ausgesetzt. Das Außenministerium in Ankara warnte Teheran vor möglichen Folgen weiterer Attacken. Sollte der Iran seine Angriffe fortsetzen, werde er »die schwersten diplomatischen, wirtschaftlichen und strategischen Konsequenzen tragen und der größte Verlierer sein«. im

Interview

»Es fehlte am fußballerischen Können, nicht am Glück«

Sportreporter-Legende Marcel Reif über das WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft, Jürgen Klopp und die Zukunft von Julian Nagelsmann als Bundestrainer

von Michael Thaidigsmann  02.07.2026 Aktualisiert

Augsburg

Neue »Initiative Antisemitismuskritik & Theater« gegründet

Rund 60 Theaterschaffende haben in Augsburg ein neues Netzwerk gegen Judenfeindlichkeit ins Leben gerufen. Ihnen geht es etwa darum, antisemitismuskritische künstlerische Werke zu entwickeln. Und sie wollen expandieren

von Christopher Beschnitt  02.07.2026

Protest

Zehntausende Gegner des AfD-Bundesparteitags in Erfurt erwartet

Erfurt hofft auf ein gewaltfreies Wochenende: Zum AfD-Bundesparteitag in der Stadt werden zehntausende Demonstranten erwartet. Kirchen, Parteien und Bündnisse rufen zu friedlichem Protest auf. Die Polizei bereitet sich auf mögliche Störungen vor

von Matthias Thüsing  02.07.2026

Nahost

Iran besteht auf militärische Kontrolle der Straße von Hormus

Die iranische Armee verlangt, dass Schiffe nur die vom Iran festgelegte Route durch die Meerenge nutzt

 02.07.2026

Diplomatie

USA und Iran sollen Fortschritte bei indirekten Gesprächen gemacht haben

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran erschweren eine Lösung der komplexen Konfliktlage im Nahen Osten. Nach indirekt geführten Gesprächen in Doha melden die Vermittler Fortschritte

 02.07.2026

Meinung

Was Deutschland von Albanien lernen kann

Wer immer noch überrascht tut und nicht konsequenter gegen die Mullahs vorgeht, handelt nicht nur fahrlässig, sondern lädt ihre Killer geradezu ein

von Ralf Balke  02.07.2026

Analyse

Vorteil Putin?

Früh hieß es, Russland sei einer der Profiteure des Iran-Kriegs und die Ukraine ein Verlierer. Doch das greift zu kurz

von Alexander Friedman  02.07.2026

Hintergrund

Wenn Juden- und Israelfeindlichkeit Extremisten aller Couleur vereint

Der Verfassungsschutzbericht 2025 verdeutlicht einmal mehr: Antisemitismus und Antizionismus sind der Bindekitt zwischen ansonsten inkompatiblen extremistischen Strömungen

von Michael Thaidigsmann  01.07.2026

Meinung

Warum Hessens Vorstoß mit der Meinungsfreiheit vereinbar ist

Die Landesregierung will die Leugnung des Existenzrechts Israels unter Strafe stellen. Mit einer veränderten Begründung und anderen leichten Modifikationen wäre der umstrittene Entwurf grundgesetzkonform

von Fiete Kalscheuer  01.07.2026