Wirtschaft

Iran will Gebühren für Straße von Hormus verlangen

Schiffsverkehr in der Straße von Hormus, dargestellt auf einem Internetportal mit Hilfe von AIS-Signalen Foto: picture alliance / FotoMedienService

Der Iran könnte Medienberichten zufolge im Rahmen eines möglichen Abkommens mit den USA nach einer Übergangsfrist Gebühren für die Durchfahrt der Straße von Hormus verlangen. Nach einer 60-Tage-Frist, während der kostenlose Durchfahrten möglich seien, sehe der Iran vor, Gebühren zu erheben, hieß es unter anderem in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Die iranischen Medienberichte ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen.

Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai wiederholte bei seiner wöchentlichen Pressekonferenz die Darstellung, der Iran werde eine Art Maut für Navigationsdienstleistungen und Umweltschutzmaßnahmen erheben. In der Vergangenheit hatte die Islamische Republik mit dem Oman über einen Mechanismus zur Durchfahrt gesprochen und eine neue Behörde zur Regelung des Verkehrs dort eingerichtet.

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Entsprechende Gebühren würden gegen internationales Seerecht verstoßen. Die Berichte in iranischen Medien könnten auch zur Besänftigung der Hardliner-Fraktionen in der iranischen Politik gedacht sein. Diese hatten zuletzt gegen einen Verhandlungsfrieden protestiert. Zudem erlaubt dieser neuerliche Aspekt dem Iran, den Druck in weiteren Verhandlungen aufrecht zuhalten. dpa

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