Berlin

Güner Balci: Halb nackt und mit Bauchpiercing auf Hamas-Demo passt nicht

Güner Balci Foto: picture alliance/dpa

Die Integrationsexpertin Güner Balci hat kein Verständnis für linksgerichtete Aktivisten, die gemeinsam mit Islamisten und Unterstützern des palästinensischen Terrors gegen Israel demonstrieren. »Da laufen hinter schwarz verschleierten Frauen, die voller Inbrunst auf Arabisch Tod den Juden brüllen, halb nackte Frauen mit bunten Haaren her. Die verstehen nichts, es ist ihnen aber auch egal«, sagte die Integrationsbeauftragte des Berliner Bezirks Neukölln der Zeitung »Die Welt«.

»Mit Hitler-Freunden Seite an Seite marschieren, weil diese wunderbare Gesellschaft ihnen ermöglicht hat, sich individuell mit Nasenring und Bauchpiercing zu entfalten«, bezeichnete die 49-Jährige mit türkischen Wurzeln als »Wohlstandsverwahrlosung«.

Lesen Sie auch

Das israelfeindliche Weltbild von Islamisten vertrage sich sehr gut mit linken Ideologien, so Balci. Dabei unterstützten Linke auf Pro-Hamas-Demonstrationen eine Gesellschaft, »in der sie selbst nicht überleben würden«. Sie selbst seien aber voller Hass und für Gewalt.

Balci, die als Autorin und Dokumentarfilmerin zu Migrationsthemen bekannt wurde, sieht jüdisches Leben in Deutschland durch die Einwanderung antisemitischer Muslime gefährdet.

»In der muslimischen Welt gibt es eine einzige Erzählung von Israel, und das ist die, dass da ein Staat, der auf geraubtem Land errichtet wurde, durch Blutvergießen existiert und Kinder mordet«, sagte sie. Damit wüchsen auch Leute auf, die in Deutschland einwanderten. »Das Resultat sehen wir jetzt auf den Straßen.« kna/ja

Nahost

Test für den Pakt

Was bedeuten die jüngsten Huthi-Angriffe für das Verteidigungsabkommen, das Saudi-Arabien mit Pakistan und der Türkei unterzeichnet hat?

von Reinhard Schulze  10.10.2026

Das eingeschaltete Blaulicht ist auf dem Dach von einem Einsatzfahrzeug der Polizei am 28.02.2026 bei einem Polizeieinsatz zu sehen.

Deutschland

Berlin-Kreuzberg: Aushänge gegen Judenhass - Jugendliche greifen Geschäftsinhaber an

Der Staatsschutz ermittelt

 10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Eklat in Halle

AfD-Mann Tillschneider will an Anschlags-Gedenken teilnehmen

Aktivisten der Jüdischen Studierendenunion Deutschland verhinderten, dass der Landtags-Vizepräsident die Synagoge betrat

von André Anchuelo  09.10.2026

Meinung

Nein, Frau Pillay hat den Friedensnobelpreis nicht verdient!

Die Südafrikanerin hat Israel vorverurteilt und Antisemitismus in den Reihen ihrer Kommission nicht ernstgenommen. Ihre Auszeichnung durch das Nobelpreiskomitee ist ein großer Fehler, meint der Direktor von UN Watch

von Hillel Neuer  09.10.2026

Sachsen-Anhalt

Zentralratspräsident Josef Schuster: Tillschneider »verhöhnt die Opfer« von Halle

Der rechtsextreme Politiker hatte am Freitag versucht, am Gedenken für die Opfer des Anschlags von Halle teilzunehmen

 09.10.2026

Oslo

Israel-Kritikerin Navanethem Pillay erhält den Friedensnobelpreis

Für ihren Einsatz gegen Menschenrechtsverletzungen und für das Völkerrecht: Mit dem Friedensnobelpreis wird in diesem Jahr die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay geehrt

 09.10.2026

Magdeburg

Landtagspräsident Rausch plant außenpolitische Initiativen

Mit Tobias Rausch ist erstmals ein AfD-Politiker zum Präsidenten eines deutschen Landtags gewählt. Während noch über die Hintergründe seiner Wahl diskutiert wird, plant der 35-Jährige bereits außenpolitische Initiativen

 09.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026