Fernsehen

Jüdische Journalisten kritisieren Verpixelung von »Bring them Home!«-Kette

In der Sendung »Mein Lokal, Dein Lokal« wurde der Geisel-Anhänger des Gastronoms Nir Rosenfeld unkenntlich gemacht Foto: screenshot

Der Verband Jüdischer Journalistinnen und Journalisten (JJJ) hat den Programmgeschäftsführer der Seven.One Entertainment Group, Henrik Pabst, in einem öffentlichen Appell aufgefordert, bei einer erneuten Ausstrahlung der Kabel-Eins-Sendung »Mein Lokal, Dein Lokal – der Profi kommt« eine Verpixelung rückgängig zu machen. Andernfalls entstehe der Eindruck, der Sender stelle sich indirekt auf die Seite der palästinensischen Terrororganisation Hamas.

Konkret geht es um eine Folge der Kochsendung, die am 19. Januar 2025 erstmals ausgestrahlt wurde. Der Sieger des Wettbewerbs, der Frankfurter Gastronom Nir Rosenfeld, war darin mit einer Plakette zu sehen, auf der die Freilassung der israelischen Geiseln gefordert wurde, die sich damals in der Gewalt der Hamas befanden.

Auf der Plakette stand der Slogan »Bring them home!«. Diese Botschaft sei »eine unpolitische, rein humanitäre Forderung«, erklärte der Verband. Sie stelle sich weder auf die Seite Israels noch auf die der Palästinenser und sei moralisch vergleichbar mit Appellen gegen Hunger oder Krieg weltweit.

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Nach Darstellung des JJJ hatte die Redaktion den Schriftzug in der Sendung verpixelt. Dafür äußert der Verband deutliche Kritik. Offenbar sei der Redaktion der humanitäre Charakter der Botschaft nicht bewusst gewesen, heißt es in der Mitteilung.

Sollte die Sendung erneut ausgestrahlt werden, müsse die Plakette unverpixelt zu sehen sein. »Alles andere würde den Eindruck erwecken, als stelle sich Kabel Eins in einer doch absolut unpolitischen Sendung auf die Seite der Terroristen der Hamas«, heißt es wörtlich.

Der Verband bat Pabst zudem um eine Erklärung, welche Gründe die Redaktion damals zum Verpixeln bewogen hätten. Man bitte dringend um eine Klarstellung und um eine entsprechende Entscheidung für die Wiederholung der Sendung. Unterzeichnet ist der Appell von den JJJ-Vorsitzenden Susanne Stephan und Lorenz Beckhardt. ja

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