Eine neue Online-Kampagne unter dem Namen »Global Intifada« hat detaillierte Karten und Datensammlungen veröffentlicht, die angeblich mit militärischen Strukturen Israels in Verbindung stehende Lieferketten zeigen. Ziel sei es, diese Strukturen zu schwächen – bis hin zu einer vollständigen Entwaffnung der israelischen Streitkräfte, so die Pro-Terror-Kampagne. »The Jerusalem Post« berichtete.
Die Initiative geht dabei deutlich über klassische Protestformen hinaus. Neben Demonstrationen und Boykottaufrufen werden auf den Plattformen auch direkte Aktionen gegen Unternehmen und Infrastruktur nicht nur erwähnt, sondern ausdrücklich angeregt. Dazu zählen laut Darstellung der Kampagne auch Sabotageaktionen gegen industrielle Anlagen und Logistikpunkte.
Im Zentrum steht eine interaktive Karte, die unter dem Titel »Genocide Supply Chain« verbreitet wird. Diese soll Standorte von Fabriken, Häfen und Transportwegen auflisten, die angeblich an Rüstungslieferungen nach Israel beteiligt sind. Nutzer können dort detaillierte Informationen zu einzelnen Einrichtungen abrufen, inklusive Einschätzungen zur vermeintlichen Verlässlichkeit der Daten.
In Social-Media-Beiträgen der Gruppe heißt es laut Bericht unter anderem: »Sie wurden alle kartiert – die Fabriken, die Häfen, die Bewegungen. So findet ihr euren Weg hinein.« Weiter wird dort formuliert: »Diese Kette ist global. Also muss auch unser Widerstand global sein.«
Einige der gelisteten Unternehmen stehen nach Angaben der Plattform in direktem Zusammenhang mit israelischer Rüstungsproduktion, darunter etwa Firmen aus dem Verteidigungssektor wie Elbit Systems. Andere Einträge sind jedoch deutlich weiter gefasst und basieren lediglich auf indirekten oder potenziellen Verbindungen innerhalb globaler Lieferketten. Auch die Produktion des amerikanischen Kampfjets F-35 wird aufgelistet.
Die Betreiber der israelfeindlichen Kampagne argumentieren, das gesamte System sei Teil einer »globalen militärisch-industriellen Struktur«. im