Jerusalem

»Global Intifada« veröffentlicht Karten zu Industrieanlagen für mögliche Sabotage

Die Kampagne nimmt auch das israelische Unternehmen Elbit Systems ins Visier. Auf dem Foto ist das Hauptquartier des Rüstungsherstellers in Jerusalem zu sehen. Foto: Flash 90

Eine neue Online-Kampagne unter dem Namen »Global Intifada« hat detaillierte Karten und Datensammlungen veröffentlicht, die angeblich mit militärischen Strukturen Israels in Verbindung stehende Lieferketten zeigen. Ziel sei es, diese Strukturen zu schwächen – bis hin zu einer vollständigen Entwaffnung der israelischen Streitkräfte, so die Pro-Terror-Kampagne. »The Jerusalem Post« berichtete.

Die Initiative geht dabei deutlich über klassische Protestformen hinaus. Neben Demonstrationen und Boykottaufrufen werden auf den Plattformen auch direkte Aktionen gegen Unternehmen und Infrastruktur nicht nur erwähnt, sondern ausdrücklich angeregt. Dazu zählen laut Darstellung der Kampagne auch Sabotageaktionen gegen industrielle Anlagen und Logistikpunkte.

Im Zentrum steht eine interaktive Karte, die unter dem Titel »Genocide Supply Chain« verbreitet wird. Diese soll Standorte von Fabriken, Häfen und Transportwegen auflisten, die angeblich an Rüstungslieferungen nach Israel beteiligt sind. Nutzer können dort detaillierte Informationen zu einzelnen Einrichtungen abrufen, inklusive Einschätzungen zur vermeintlichen Verlässlichkeit der Daten.

Lesen Sie auch

In Social-Media-Beiträgen der Gruppe heißt es laut Bericht unter anderem: »Sie wurden alle kartiert – die Fabriken, die Häfen, die Bewegungen. So findet ihr euren Weg hinein.« Weiter wird dort formuliert: »Diese Kette ist global. Also muss auch unser Widerstand global sein.«

Einige der gelisteten Unternehmen stehen nach Angaben der Plattform in direktem Zusammenhang mit israelischer Rüstungsproduktion, darunter etwa Firmen aus dem Verteidigungssektor wie Elbit Systems. Andere Einträge sind jedoch deutlich weiter gefasst und basieren lediglich auf indirekten oder potenziellen Verbindungen innerhalb globaler Lieferketten. Auch die Produktion des amerikanischen Kampfjets F-35 wird aufgelistet.

Die Betreiber der israelfeindlichen Kampagne argumentieren, das gesamte System sei Teil einer »globalen militärisch-industriellen Struktur«. im

Toronto

Mark Carney: »Unsere Gesellschaft versagt gegenüber jüdischen Kanadiern«

In der Synagoge »Holy Blossom Temple« kündigt der Premierminister neue Maßnahmen seiner Regierung gegen Judenhass an

 02.06.2026

Jerusalem

Israel kritisiert Ausschluss von Pariser Rüstungsmesse als politischen Affront

Frankreich befinde sich damit »wieder einmal auf der falschen Seite der Geschichte«, heißt es im israelischen Verteidigungsministerium

 02.06.2026

Washington

»You’re fucking crazy!«: Trump geht auf Netanjahu los

Die Hintergründe

 02.06.2026

Pilsen

Gericht ordnet Auslieferung von Neonazi Liebich an

Die Rechtsextremistin soll in nächster Zeit an die deutschen Behörden übergeben werden. Kann sie dies nach der Entscheidung des Landgerichts Pilsen noch verhindern?

von Michael Heitmann, Inga Jahn  02.06.2026

Teheran

Wieder Hinrichtungen nach Protesten im Iran

Die iranische Justiz wendet seit Monaten die Todesstrafe rigoros an. Im Zusammenhang mit den Massenprotesten von Januar werden viele Männer gehängt

 01.06.2026

Flensburg

Sechs Monate Bewährung für »Juden haben hier Hausverbot«

Ein 60-jähriger Ladenbetreiber hatte per Aushang Juden Hausverbot erteilt. Jetzt wurde er wegen Volksverhetzung verurteilt

 01.06.2026

Berlin

Felix Klein: Social Media sind »Brandbeschleuniger für Antisemitismus«

Der scheidende Antisemitismusbeauftragte sieht die Betreiber von Instagram, TikTok und Co. in der Pflicht

 01.06.2026

Internationaler Gerichtshof

Wie Südafrika seine Genozid-Klage gegen Israel in die Länge zieht

Das Haager Weltgericht hat Pretoria eine Frist von 18 Monaten gewährt, um erneut seine Argumente für einen angeblichen Völkermord Israels in Gaza vorzubringen. Israel sieht die Klage hingegen als gescheitert an

von Michael Thaidigsmann  01.06.2026

Hamburg

Wegen pro-israelischem T-Shirt: Übergriff auf Schanzenfest

Laut Polizei haben in der Hansestadt mehrere Täter zwei Männer wegen eines Kleidungsstücks angegriffen

 01.06.2026