Wien

EBU: Boykott hat keine Folgen für Finanzierung des ESC 2026

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Der angekündigte Boykott mehrerer Länder beim Eurovision Song Contest (ESC) 2026 wirkt sich laut der Europäischen Rundfunkunion (EBU) nicht auf die Finanzierung des Musikwettbewerbs aus. »Die endgültige Anzahl der teilnehmenden Sender hat keinen Einfluss auf das geplante Produktionsbudget und den finanziellen Beitrag der EBU an den ORF«, teilte die Europäische Rundfunkunion der Deutschen Presse-Agentur mit. Zu Einzelheiten der neuen Finanzierung äußerte sich die EBU zunächst nicht.

Für den 70. ESC in Österreich kalkulieren die Stadt Wien mit rund 22 Millionen und der ORF als Gastgeber mit etwa 16 Millionen Euro. Der Beitrag der EBU zu dem Event wurde bisher nicht kommuniziert. Der spanische Sender RTVE, der die Veranstaltung boykottieren will, hat nach den jüngsten offiziellen Zahlen 2024 für die Übertragungs- und Teilnahmerechte exakt knapp 335.000 Euro gezahlt. Neben Spanien hatten am Donnerstag wegen Israels ESC-Teilnahme auch die Sender aus Irland, Slowenien und den Niederlanden einen Boykott der Veranstaltung angekündigt.

Die Mitglieder der EBU hätten sich bei ihrer Generalversammlung in Genf mit überwältigender Mehrheit dafür ausgesprochen, dass der Eurovision Song Contest weiterhin ein verbindendes Fest der Musik und Kunst bleiben solle, so die EBU. »Auch wenn einige Mitglieder 2026 möglicherweise nicht mehr teilnehmen werden, erwarten wir rund 35 teilnehmende Sender.« 

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Deutschland, Österreich und der ORF hatten sich stets für die ESC-Teilnahme Israels starkgemacht. Auch Frankreich zeigte sich nun erleichtert.

Der ESC ist das größte Musikevent der Welt. Am TV verfolgten zuletzt rund 170 Millionen Zuschauer das Ereignis. Das Finale des ESC unter dem Motto »United by Music« fimdet am 16. Mai 2026 in Wien statt. dpa/ja

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