Krieg gegen Iran

Deutschland und Verbündete verurteilen Blockade am Golf

Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer Satellitenaufnahme Foto: picture alliance / dpa

Deutschland und wichtige europäische Verbündete sowie Japan fordern den Iran auf, die faktische Sperrung der Straße von Hormus zu beenden. 

Teheran solle unverzüglich seine Versuche stoppen, die wichtige Meerenge durch Drohgebärden, das Verlegen von Minen sowie Drohnen- und Raketenangriffe und andere Maßnahmen zu blockieren, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens, der Niederlande und Japans. Das iranische Vorgehen wird darin »aufs Schärfste« verurteilt.

Zudem signalisierten sie die Bereitschaft, zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Region aktiv zu werden. »Wir bekunden unsere Bereitschaft, einen Beitrag zu geeigneten Anstrengungen zu leisten, um eine sichere Passage der Meerengen zu gewährleisten«, hieß es in der Erklärung weiter. 

Moratorium auf Angriffe gegen zivile Infrastruktur

Die USA und Israel, die mit ihren Angriffen auf den Iran den jüngsten Konflikt am Persischen Golf ausgelöst hatten, wurden in der Erklärung nicht erwähnt. Gefordert wurde jedoch ein »unverzügliches, umfassendes Moratorium« auf alle Angriffe gegen zivile Infrastruktur, einschließlich Öl- und Gas-Anlagen. »Wir rufen alle Staaten auf, das Völkerrecht zu achten und die wesentlichen Grundprinzipien des globalen Wohlstands und der internationalen Sicherheit aufrechtzuerhalten«, so die Erklärung weiter.

Lesen Sie auch

Die Entscheidung der Internationalen Energieagentur, eine koordinierte Freigabe der strategischen Ölreserven zu bewilligen, begrüße man, hieß es. Zudem sollen weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der Energiemärkte getroffen werden, »auch durch Zusammenarbeit mit bestimmten Erzeugerländern im Hinblick auf eine Produktionssteigerung«. dpa

Libanon

Mütter im Krieg: Mit einem Neugeborenen im Zelt

Frauen und Kinder gehören im Krieg zu den gefährdetsten Gruppen. Schwangere bringen unter widrigen Bedingungen Babies zu Welt. Kauthar ist eine von ihnen

von Amira Rajab  17.04.2026

New York

Bericht: Einigung zwischen USA und Iran dürfte Monate dauern

Besonders drängend ist aus Sicht der beteiligten Staaten die Lage in der Straße von Hormus. Eine Nahrungsmittelkrise könnte drohen, falls die dortige Situation anhält

 17.04.2026

Berlin

Immer mehr Israelis beantragen deutsche Staatsbürgerschaft

Innerhalb weniger Jahre vervierfacht sich die Einbürgerung von Menschen aus dem jüdischen Staat

 16.04.2026

Meinung

Correctiv: Zu viel Theater, zu wenig Journalismus

Die Recherche zum »Potsdamer Geheimtreffen« hat deutschlandweit Proteste gegen die AfD ausgelöst. Doch die Kernaussage des Textes stimmt nicht, urteilt nun ein Gericht – und der Schaden ist groß

von Joshua Schultheis  16.04.2026

Nahost

Merz will Minenjagdboote für Hormus-Mission anbieten

In Paris wollen Europäer morgen über einen Plan zur Absicherung der vom Iran blockierten Straße von Hormus nach einem Ende des Krieges beraten. Bundeskanzler Merz nennt wichtige Voraussetzungen

 16.04.2026

Nahost

Syrien verkündet Abzug aller US-Truppen

Mit Hilfe der kurdischen Milizen führten US-Soldaten in Syrien einen langen Kampf gegen die Terrormiliz IS. Jetzt ziehen sie komplett ab aus dem Land, während in der Region der Iran-Krieg andauert

 16.04.2026

Nahost

Hegseth droht Iran: »Trefft eine weise Entscheidung«

Nach den gescheiterten Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran warnt der US-Verteidigungsminister die Führung in Teheran: Das US-Militär könne die Angriffe sofort wieder aufnehmen

 16.04.2026

Brandenburg/Ravensbrück

Schulen sagen Besuche in KZ-Gedenkstätten ab: Der Grund ist beunruhigend

Die Gedenkstätten in Brandenburg vermelden beunruhigende Entwicklungen: Antisemitische Vorfälle häufen sich

 16.04.2026

Barcelona

Neue Flottille startet in Richtung Gaza

An Bord von meheren Dutzend Booten stachen erneut israelfeindliche Aktivisten in See

 16.04.2026