Washington D.C.

Neue Phase im Krieg gegen Iran? USA prüfen Truppenaufstockung

Das Pentagon in Arlington (Virginia) beherbergt das Verteidigungsministerium. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die US-Regierung erwägt offenbar eine deutliche Ausweitung ihrer militärischen Präsenz im Nahen Osten. Hintergrund sind Überlegungen, wie der Krieg gegen den Iran weitergeführt werden könnte, während sich der Konflikt bereits über mehrere Wochen hinzieht.

Nach Berichten amerikanischer und israelischer Medien zieht die Regierung von Präsident Donald Trump die Entsendung Tausender weiterer Soldaten in Betracht. Ziel wäre es, die Handlungsoptionen der USA in der Region zu erweitern.

Eine zentrale Rolle in den Überlegungen spielt demnach die Sicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Ölhandelsrouten der Welt. Diese Aufgabe würde vor allem Luft- und Seestreitkräfte betreffen, könnte aber auch den Einsatz von Bodentruppen entlang der iranischen Küste nach sich ziehen. In Medienberichten werden mit den Planungen vertraute Personen auf anonymer Ebene entsprechend zitiert.

Militärische Optionen und politische Risiken

Darüber hinaus wird über einen Einsatz auf der iranischen Insel Kharg nachgedacht. Sie gilt als Drehkreuz für den Großteil der iranischen Ölexporte. Ein amerikanischer Regierungsvertreter warnte jedoch vor den Risiken eines solchen Schrittes, da die Insel leicht Ziel iranischer Raketen- und Drohnenangriffe werden könnte.

Lesen Sie auch

Aus dem Weißen Haus heißt es, eine Entscheidung über den Einsatz von Bodentruppen sei bislang nicht gefallen. Ein hochrangiger Beamter wird mit den Worten zitiert, Präsident Trump halte sich klugerweise alle Optionen offen.

Ein weiteres diskutiertes Szenario betrifft die Sicherung iranischer Uranbestände. Experten warnen jedoch, dass eine solche Operation selbst für Spezialeinheiten äußerst komplex und riskant wäre.

7800 Ziele angegriffen

Ein möglicher Einsatz von Bodentruppen – selbst in begrenztem Umfang – gilt auch innenpolitisch als heikel. In den USA ist die Unterstützung für den Krieg gering. Zudem hatte Trump im Wahlkampf versprochen, das Land aus neuen Konflikten im Nahen Osten herauszuhalten.

Parallel zu den strategischen Debatten setzt das US-Militär seine Attacken fort. Nach Angaben des US-Zentralkommandos wurden seit Beginn der Offensive Ende Februar mehr als 7800 Ziele angegriffen. Dabei seien über 120 iranische Schiffe beschädigt oder zerstört worden.

Auch die Verluste steigen: 13 amerikanische Soldaten kamen bislang ums Leben, rund 200 wurden verletzt, wobei die meisten Verwundungen als leicht beschrieben werden.

Derweil berichtet die »Washington Post«, das Pentagon habe das Weiße Haus gebeten, im Kongress 200 Milliarden Dollar (174 Milliarden Euro) für den Krieg gegen das iranische Regime zu beantragen. im

Döbeln

Jugendliche mit antisemitischen Aufklebern auf frischer Tat gestellt

Der Staatsschutz hat die weiteren Ermittlungen übernommen

 14.09.2026

Berliner Leuchtturmprojekt

Musikalische Stolpersteine jetzt in fünf Bundesländern

Mehrere Tausend in Gehwegen eingelassene »Stolpersteine« halten europaweit die Erinnerung an Verfolgte des Naziregimes wach. Jetzt gibt es auch »Stolperstein«-Podcasts

 14.09.2026

Düsseldorf

Josef-Neuberger-Medaille für Mona Neubaur

Mit der Josef-Neuberger-Medaille ehrt die Jüdische Gemeinde Düsseldorf seit über 30 Jahren Menschen oder Institutionen der nichtjüdischen Öffentlichkeit. Für ihren Einsatz gegen Antisemitismus geht der Preis in diesem Jahr an NRW-Ministerin Neubaur

 14.09.2026

Berlin

Ron Prosor warnt vor Hamas-Anschlägen: »Deutschland ist Terrorziel geworden«

Die Bundesrepublik sei für die Terrororganisation nicht mehr lediglich ein Ort des Rückzugs, sagt der israelische Botschafter

 14.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  14.09.2026

Mecklenburg-Vorpommern

Um Merz zu stürzen: Wagenknecht ruft zur taktischen Wahl auf

Eine Woche vor der Landtagswahl sagt die BSW-Gründerin, was sie mit der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern erreichen will

 14.09.2026

Berlin

Karin Prien warnt vor AfD: »Meine Mutter hätte Angst«

Die CDU-Politikerin mit jüdischem Familienhintergrund sprach auch von Warnungen ihrer Mutter hinsichtlich des zivilisatorischen Schutzes

 14.09.2026

Berlin/Magdeburg

Operationsplan Deutschland: Reservistenverband will Geheimplan vor AfD schützen

Bislang befindet sich der Plan bei sämtlichen 16 Landesregierungen. Die rechtsextremistische AfD in Sachsen-Anhalt soll ihn nicht bekommen

 14.09.2026

Medien

Studie wirft »New York Times« einseitige Gaza-Berichterstattung vor

Israel als »einziger Aggressor« und Palästinenser als »passive Opfer«: Diese Sichtweise ließ die Zeitung erkennen, so der Autor der Studie

 14.09.2026